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Kaiser Otto der Große
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Nachfolge des Königs Berengar 950.

von Jvrea gegen Burgund, die nach ihm sein Sohn Adalbert über-nahm und unter allem Wechsel der Herrschaft behauptete. Eine fürHandel und Wandel vielbesuchte Straße führte über Jvrea und überdas bereits burgundische Aosta zum großen St. Bernhard, überwelchen man nach St. Maurice gelangtes) So spielte dieses neunach Italien verpflanzte Haus seine Rolle unter den ersten Geschlech-tern des Landes, bis es den höchsten Preis davontrug.

Aeußerlich schien sich an den Verhältnissen wenig zu ändern, alsBerengar, damals vielleicht fünfzig Jahre alt/) zu der königlichenMacht, die er schon besessen, den königlichen Glanz noch hinzufügte,auch setzte unter ihm Bischof Brüning von Asti als Erzkanzler dieFührung der Geschäfte fort/) Innerlich mußten bald Veränderungenhervortreten, schon dadurch, daß nun die den italienischen Großen sogenehme Theilung der höchsten Gewalt aufhörte und für den Inhaberderselben in seiner gesicherten Stellung der Grund fortfiel, um ihreGunst zu buhlen. Erst nachdem Berengar mit Willa gänzlich an dieStelle des jungen, liebenswürdigen Königspaares sich gesetzt hatte,konnte ihre wahre Natur recht zum Vorscheine kommen: Härte undHabsucht bei beiden und ganz besonders bei der bösen, übel beleumun-deten Willa, der man das Schlimmste zuzutrauen geneigt war?) Nachaußen hin aber änderte sich die Lage dadurch vollständig, daß Ottoauf Grund der von ihm gewährten Unterstützung und der vonBerengar übernommenen Verpflichtungen, von diesem eine Anerkennung

Xnt. IV o. 10. II, Vlocloaräi LUN. 936, doch erscheint scholl 935 Hubert alsMarkgraf von Tuscien nach der Urk. bei lAnrator, Xnt. II, 935).

*> lieber Adalbert s. meine dssta LsrsnALi-il S. 34—35. Er wird zuletztin den Urk. Rudolfs II von 922 erwähnt (desto. Lsr. 49 A. 3). SchonAnskar hatte sich nach Lamberts Tode an Berengar angeschlossen, der amI. Dec. 898 den Abt von S. Cristina beschenkte xsr l?strum vsn. spisoopumst psr Xsolisrmm illnstrsm maroliionem cillsotos sonsiliarlos nostros (iVlon.

Iiist. patr. XIII, 631).

2) Daß Aosta zu Burgund gehörte, lehrt eine Urk. des Bischofs Anselmüber eine rs^s Loäulplm IsuäLnts st omni sus. anetorltats soirodorantsin seiner Gegenwart im I. 923 ausgestellte Schenkung (blon. bist, ps.tr. dliart.II, 28). Ebenso kommt in den Urk. Rudolfs II von Burgund ein spätererBischof Anselm von Aosta mehrfach als Fürbitter vor. Die Straße überden St. Bernhard (vgl. oben S. 114 A. 1) wird häufig erwähnt, z. B. inLlrlrslrLräi Oas. 8. dalli <88. II, 82), V. dsrsräi Lronisns. o. 30, V. 8.blaioli l. I o. 15 (bladillon Xota. sst. sasa. V, 274. 791), Umngmarl V.8. Lernvaräi o. 27 (88. IV, 771). lieber den sehr lebhaften Handelsverkehrauf dieser Straße s. die merkwürdige Zollurkunde des Bischofs Giso von Aosta(dallia slirist. XII instr. 485). Hirsch (Heinrich I, 379) schließt Aosta irrigvon Burgund ans, desgl. schon Provana (8tinii eritiei x. 98). Bereits inTheilungsurk. von 806 o. 3 schloß Karl der Gr. vsllsm XnAustanam vonItalien aus und zählte es zu Burgund.

") Berengar II hält bereits im April 918 als oomss st missns äisanrrsnsim Aufträge seines Großvaters des Kaisers Gericht Muratorl Xnt. It. I, 455),mithin war er wohl um 900 geboren.

^) Die erste Urk. der beiden Könige vom 17. Januar 951 fertigte Ilksituseg.ll 06 lls.rius acl viosw LruninAl eplsoopi st srollioanosllarii aus, ebenso diefolgenden 3 bis zum 26. Sept. 951 (Loslimsr X. 1430—1433).

°> Schon aus der Zeit vor der Thronbesteigung erzählt Liudprand (Xnt.V s. 32) einen angeblichen Ehebruch der Willa und bereitetihrer Mutter (IV s. 10) auf ihre eigene vor.

ot durch die Schande j-