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Kaiser Otto der Große
Entstehung
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173
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Constantins Hof. Vermählung König Lothars 947. 17Z

eines Boten vorschlug. H Am 17. September langten Liutfred undLiudprand nebst ihrem griechischen Begleiter an dem Orte ihrer Be-stimmung an und wurden zugleich mit Gesandten des spanischenChalifen in dem Pallaste Magnaura von dem Kaiser ehrenvoll em-pfangen. Vor dem Throne stand daselbst ein aus Erz gefertigtervergoldeter Baum, ans dessen Zweigen sich künstliche goldene Vögelwiegten. Daneben zwei goldene Löwen mit geöffnetem Rachen undfletschenden Zähnen als Wächter. Bei dem Eintritte der Gesandtenschienen diese drohend zu brüllen, jene stimmten einen vielstimmigenGesang an. Während sie dreimal vor dem Kaiser sich zur Erde

neigten, um ihn anzubeten, erhob sich durch ein künstliches Hebe-werk unvermerkt der Thron desselben, so daß er fast unter der Deckedes Saales zu sitzen kam. Nur durch seinen Kanzler richtete Con-stantin bei dieser ersten Audienz die Rede an den Gesandten, umsich nach dem Wähle ihrer Herrscher zu erkundigen. Erst drei Tagespäter, da sie zum Mahle cingeladen wurden, trat er mit ihnen ineine unmittelbare Unterredung. Hier schmausten sie nach antikerSitte auf Polstern liegend aus goldenen Gefäßen und bewundertenbei Tafel die Künste von Gauklern und Athleten, darunter vorzüglicheinen, der eine über 24 Fuß lange Stange auf der Stirne schwebendhielt, während zwei Knaben an derselben hinaufkletterten und aneinem daran befestigten Querholze Turnkünste zeigten. 3)

Die italienische Gesandtschaft, welche am Achener Hofe eintraf,legt Zeugnis dafür ab, daß die Regierung Lothars und Berengarsdie guten Beziehungen zu erhalten oder wieder herzustellen suchte, dieunter Hugo bestanden hatten. In den Verhältnissen jenseit der Alpenwar insofern eine wichtige Veränderung eingetreten, als der jungeKönig sich im I. 947 mit der ihm längst von seinem Vater be-stimmten Braut, der damals sechzehnjährigen burgundischen PrinzessinAdelheid, vermählte. H Gieng auch zunächst aus dieser Ehe nur eine

') ^nt«p. VI e. 2: 8eripsit otiain et eominsnäntisikrs eicksni proI,otii«rio littsras, nt liüslis ei esset näministrator, sui <iso InrAisntssxtitsrat Zabsrnator. Oonstantinus namgrrs sollieituüinsm non prrrvainDotliarii pro saluts üsdsbst sie.

2) Liudprands Schilderung des Empfanges (e. 5. 6 ) wird, wie schon Köpkebemerkte (De vila et seriptis Innäprnnäi p. 40), durch Constantin selbst be-stätigt (De esrimon. nulns Il^mrnt. II e. l5 p. 569 sä. lisissts), GeorgHamartoloS (Oüronio. e. 5 p. 702 sä. LInralt) nennt den Kaiser Theophilusals Urheber des O'FrOpo,' Oe SI orporOlol ^(pkeöpero, 0,« P 7 -

rri'öx poemxmx Die von Constantin erwähnte spanische

Gesandtschaft (p. 571. 5801, die an einem 24. October empfangen wurde, könnte,wie schon Reiste (Oonstnntin. Vorpü^rog. II, 651) vermutete, dieselbe sein, vonder Liudprand spricht.

2 ) o 7 —,) Den hier genannten Palast hatte gerade Constantin

wiederherstellen lassen nach Vlieoplmn. eontin. VI e. 20 p. 449 sä. IZsüksr.Spiele bei Tafel erwähnt neben der Musik Constantin (IIs ssrim. rrnlas IIz^.II e. 15 p. 597): 04 rä Anpklixii: TrOnr«

^) Odilo (Itipitnpli. ^äailrsiäns o. 2, 88. IV, 608) sagt ohne Jahr:Hass . . eum näliue sssst invsneuia st ssxtnin üeeimum nstatis sussSASrot «nnum . . aäspta sst rsAals matrimonium, iuneta seiliest rsZiDotlmrio, aber er fügt hinzu: 8upr«clieto vsro Dotüario «nie annum viroitsr