Druckschrift 
Kaiser Otto der Große
Entstehung
Seite
174
Einzelbild herunterladen
 

174

Italienische Verhältnisse unter Lothar.

Tochter, Emma, hervor,*) so war doch damit die Aussicht auf einenThronerben eröffnet und für Lothar ein Antrieb gegeben, sich ausder drückenden Bevormundung des Markgrafen Berengar zu befreien.Der innere Friede des Reiches wurde in dieser Zeit durch eine Fehdeum die Besetzung des Erzbisthums Mailand gestört. Als der hoch-bejahrte Arderich am 13-October 948 endlich gestorben war, ernannteder König früheren Versprechungen gemäß den Erzbischof Manassevon Arles, die Mailänder Geistlichkeit hingegen, die es als ihr her-kömmliches Vorrecht betrachtete, ans ihrer eigenen Mitte sich ihrenOberhirten zu wählen, erkor den Priester Adelmann, ?) der auch andem Grafen Milo von Verona Unterstützung fand. Unklar bleibtes, ob auf diese Angelegenheit etwa ein Gegensatz der beiden Herrschereinwirkte.

Während Otto noch bis Mitte Mai in Achen verweilte, wie diedort ausgestellten Urkunden für Cornelismünster und den Erzbischofvon Trier bewiesen,") war die Königin Gerberga mit der Zusageseiner Hilfe nach Reims in ihr Reich zurnckgckehrt. Ihrem Gemahleglückte dort durch die List Rudolfs, seines Vassallen, sich der StadtLaon mit Ausnahme ihres festen Thurmes zu bemächtigen.*) Durch

teroium postguam äoirinain ^.clkcklioiänrn äuxorat cloluneto, remansit ipsovicluuta viro. L. starb 22. Nvv 950. Den Zeitpunkt bestätigt eine Urt.Lothars vom 27. Juni 917 ;LIou. trist. patr. Olmrt. I, ISS), wodurch erintervoiitn oe potioiono äomni Llunassos arediepiscopi nosti-chus clileetitiNelis eine Besitzung zu Corana reg'inao ^cleleiclao notrueque amavili eouiugischenkt. Weshalb diese Urk. gerade am Hochzeitstage ausgestellt sein sollte, wieGiesebrccht (Kaiscrzcit t, 37v) annimmt, sehe ich nicht ein. Am 31. Merz 950schenkte Lothar mntuuo ellleotioms umoro die von seinem Vater ererbten Höfein dem Thale Vicinaria zwischen den Grafschaften Modena und Bologna^äeleiäao -»nnntissimso eoiiin^i nostrao et eousvrti rkAni nostri (UressluuDiplom. 6 p. 143). Als Königin von Italien erscheint Adelheid (^.ctslogiäurogina ^ioriosissima) bei der zur Abwendung einer Pest unternommenen Ucbcr-tragnng der Gebeine dcS h. Theopompus und Senesius von Nonantola nachPavia ^IlAlmIli Italia saera V, 493).

ff Lpitapli. ^.UuIIi o. 2: I'tx ouius eontuvernio silinm Iiuvuit. ex gno.Totlmrius rvx Trsruoornm Tuclovieum regem gsnnit. Adelheids TochterEmma heiratete 969. Vgl. V. Llnlrtlrilllis post. e. 20 (88. IV, 296): diosiratam buvkmus parvulam nomine Ilemmam.

Oatalog. arelriepise. lklecliolan. (bei Dümmler desto. Ilsrongnrlip. 165): lklannussss et ^.clelmannus 5 annis inter so äivisornnt; 2lrnulsidesto orelnepp. Ulecliol. I o. 5 (88. VIII, 8): ills ox ctationo regis, seitieotLurgunlliao, Irio ex laetlone pivvis et cls Necliolanio. Vgl. über Milo dasSchreiben Rathers an den Papst Johannes (liatlierii Opp. eää. Ilallorinip. 5lo). Manasse erscheint als Fnrbittcr in Urk. Lothars aus den I. 947loben S. 173 Anm. 4) und 950 (bei Totti 2 lnnali cl! Oomo II, 800: lkla-NLS86S veneravilis orelliepiseopus, nostsr stiain oonsanguineus) und ent-pfieng von ihm angeblich das Münzrccht nach einer Bulle Alexanders III.(diulini silemoris cti lklilano II, 227; Vrisi lklom. äi ölonxo. II, 65).

ff 8t. 163 (zu 9l8), 175, jene auf Bitten seines Bruders Brun und desAbtes Berthold (Lacomblet l, 57), in dieser heißt es: vir veneravilis liotli-vortus Trsvsrieas ooelesiae areviepiseopus et Irater nostor dran et Oon-raclus Dntvarionsis rogni 6nx (Beyer Mittelrhein. Urkb. I, 252).

ff ViocloarUi ann. 940: oum Iratsrni auxilii pollieitatione. lieber dieEinnahme von Laon gibt Richer ausführlichen Bericht aus dem Munde seinesVaters, jenes Rudolf (II a. 87-91).