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Kaiser Otto der Große
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Berkehr mit dem griechischen Reiche 949.

An der Spitze der griechischen Gesandtschaft, die auch diesmalnicht ohne kostbare Geschenke kam, stand ein Verschnittener Salomon,Kämmerer des Kaisers Constantin, der zuvor eine Sendung nachSpanien ausgeführt hatte. Da ein späterer Schriftsteller von einerVerlobung meldet, die zwischen Hadwig, der jugendlichen Tochter desHerzogs Heinrich von Baiern, und einem griechischen Prinzen, den erConstantin nennt, abgeschlossen worden sei, ?) so liegt es nahe, die-selbe ungefähr in diesen Zeitpunkt zu verlegen. Der Bräutigammüsste dann Constantins Sohn, der nachmalige Kaiser Romanus II.gewesen sein, der, obwohl noch ein Knabe, doch eben in diesem Jahredurch den Tod von König Hugos Tochter Bertha oder Endokia zumWitwer wurde. Wenn gleich Hadwig durch einen Verschnitteneneine Zeitlang in griechischer Sprache und Bildung unterwiesen wurde,wie weiland Karls des Großen Tochter Rottrud, so zerschlug sichdoch die beabsichtigte Verbindung an ihrer Abneigung und Romanusheiratete nachmals eine Griechin niederer Herkunft Anastasia, die seitihrer Vermählung Theophano geheißen wurde. H

Die griechische Botschaft, welche Ottos Bruder Bruno Gelegen-heit gegeben haben mag, seine seltene Kenntnis dieser Sprache zuzeigen und zu erweitern, ward vom deutschen Hofe sofort erwiedert.Den heimreisenden Kämmerer Salomon begleitete ein reicher MainzerKaufmann Liutfred, der große Gegengeschenke zu überbringen hatte?)In Venedig trafen die beiden am 1. August mit dem Diakonus Liud-prand zusammen, der im Aufträge Berengars von Pavia als Ge-sandter nach Constantiuopel gehen sollte. Den Anlaß dazu hatteConstantin selbst gegeben, indem er sich bei Berengar als dem wirk-lichen Machthaber für Lothar, den Schwager seines Sohnes verwen-dete, ihn um treue Fürsorge bittend, und zugleich ihm die Absendung

") lüuäprsuäi Tlnt. VI o. 4 : ubi st 8sleiuonoin tlrsooruiu uuntiuw,Iritonitsn, sunuobnu, reppsri ob llispsuis st 8sxouis rsvsi'sum (am1. Aug. 949).

Z Lkkebsräl Losas 8. OsIIi (88. II, 12,I>: Hass (so. Ilsä-nvigs,Ilsiii'ioi äuois tllio) guonäsm psrvuis Lonstsntiuo Orsseo i'SZl ouiu essetässponssts, per ounuebos eins sä Iioo ruissos litsris greois säprims sstsruäits sie. Ruotgcr (V. Lruuonis o. 17) nennt Heinrich omnibus iä lc>-oorum Asutibus, ipsis stism Orsoois lornriäsbilein

I) Gegen Schlözer hat Krug (Chronologie der Byzantier S. 221) nach-gewiesen, daß Berthas Tod erst in das I. 919 fallen könne. Damit stimmt,daß ihr Schwiegervater Constantin ihrer im I. 949 als einer Lebenden gedenkt(Os säiniu. iinp. o. 26, p. 118 eck. Dekleer). Hiernach kann allerdings derEunuch Salomon wohl kaum schon als Freiwerber aufgetreten sein, aber nichtviel später dürfte diese Verlobung fallen.

Krug Chronologie S. 282—285. Diese Vermählung fand zwischen 949und 957 statt

5) liuotAsr. V. Ili-uuouis o. 6, 7: Orseoi, guibus seguo rnSAistris usussst, sä tsnts», M-stisln stupsbsnt; V. lobsnnis (lor^iens. o. 116: oui iu-super et Oreess Isotionis mults seossssrst instruotio.

°) I-iuäprsuä. ^nt. VI o. 4: äoinini uostrl . . insAnis oum munsribusuuntium, I.iutstreäuui soiliost, NsAontiuum institorom äitissimum. DieGeschenke erwähnt er in o. 6 noch einmal.