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Kaiser Otto der Große
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157
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Stillstand zwischen Ludwig und Hugo. Synode zu Verdun 947. 157

griff auf Reims unternommen hatte, lagerte in der Nähe bei Mouzonund Douzy. Einige Bischöfe erschienen, um den Streit zwischen seinemNeffen und Artold von neuem zu besprechen. Die Hugo befreundetenBischöfe aber behaupteten, hier nichts entscheiden zu können, weil keineSynode berufen sei, und so wurde denn festgesetzt, daß eine solche zuVerdun Mitte November stattfinden solle, deren Ausspruch Artold inReims, Hugo in Mouzon zu erwarten habe, Robert von Trier solltekraft eines päpstlichen Auftrages, der ihm durch den Erzbischof vonMainz übermittelt wurde, die Verhandlungen leiten?) Zugleich ver-mittelte Otto bis dahin einen Waffenstillstand zwischen Ludwig undHugo?) Mit diesem kurzen Besuche des westfränkischen Reiches stehenzwei Urkunden Ottos für die Klöster St. Evre und Echternach ausdem in karolingischer Zeit öfter erwähnten Thousey bei Vaucouleursvom 3. und 4. August in offenbarem Zusammenhänge, sei es daß sieauf dem Hin- oder auf dem Rückwege ausgestellt wurden?) In derelfteren bestätigte Otto die Herstellung jenes bei Toul gelegenenKlosters durch den Bischof Gauzlin, der schon im I. 936 von Fleurh(an der Loire) aus die strenge Benediktinerregel daselbst wieder ein-geführt hatte.

Die verabredete Synode fand in der That zu Verdun unter demVorsitze des Erzbischofs Robert von Trier statt. Theil nahmen vonRoberts Suffraganen Adalbero von Metz, Gauzlin von Toul undvielleicht auch Berengar von Verdun, außerdem Hildebald von Münster,der vertriebene Bischof Odalrich von Aix, der längere Zeit die geist-liche Verwaltung des Reimser ^sprengels besorgt hatte, der brittischeoder irische Bischof Israel, der in St. Marimin lebte, einer der vor-züglichsten Lehrer von Ottos Bruder Bruno, und als Aebte Bruno

Handlungen über Reims noch genauer erzählt werden, Lisüsr. II s. 63: oolto-Huinm sxsunts insass Xugusto sibi Irabenüuin ssous ltuviuni Liaramäsnuntiatur, muß gegen Flodoards Autorität znrückstehen. Hermanns Be-gleitung erhellt aus der ttrk. für Echternach (unten Anm. 3), welche xsr intsr-vsnturn clilsoti üusis Ilsriinanni ausgestellt wurde.

*) Hist. Lsm. IV a. 34: apostotisas lsgationis inanäatuin, czuoä üu-äuin Ilotbsrtus arolnspiseopus äslsrsnts Vriäsrioo Nagontiaosnsi prassutsvoran, rsgibus st spisoopis susvspsrat, also jedenfalls am Chiers

2) Xnn. 947: Vrvugas vst inüutias delli intsr regsrn Imäorvioum stLtugonsin prinoipsm usgus s/nocli tsrnpus Otüons rsgs msüiants ciis-ponuntur; Iliolrsr. II o. 65. Hiedurch berichtigt sich die etwas schönsärberischeDarstellung Widukinds (t. III e. 5): Iluga autsn, sxpsrtus potsntiarn rsgisvirtutsmgus 8axonum, non passus sst ultra tsrniinos suos üostilitsr iu-trars, ssci xsrgsuti in eancisin sxpsüitionsm anno ss^uenti, osonrrit iuxtaüuviuin c^ui Uioitur 01,ar, inanus cisüit iuxtagus impsrium rsgis paeturniniit ntiiisHus proinäs s>sr,nansit.

Lou,,ust IX, 380 auf Bitte von Gauzlin von Toul für czuoääamrnonastsriun, in sndurdio suas siusäsm vivitatis oonstrnstnm, udi 8. Xpsrooolsssor Oüristi tumnlatns agnosvitur, ' rsgulari ae raonastioo orckiniäsäituw, ssci üsinesps psnitus cispravatuin atqus ctsstruetum, tanüsmOüristi auxilio pias üsvotionis sucioriüus propriisgus laboriüus clignorsgutaris vitas statu insignitum; Beyer Mittelrhein. Ilrkb. I, 251 (8t. 149.150). Zu Thousey fand 860 eine Synode, 865 ein Bundesvertrag der frän-kischen Könige statt.