Druckschrift 
Kaiser Otto der Große
Entstehung
Seite
156
Einzelbild herunterladen
 

156

Fulbert von Kamerik. Zusammenkunft mit Ludwig.

Hermann von Schwaben und andre Ncichsfürsten waren zugegen, docherfahren wir nichtsNäheres über den Zweck dieser Zusammenkunft, die sichsicher auf eine Hilfsleistung bezog?) Noch am 18. April machte derKönig in Achen der Abtei Chevremout eine Schenkung und am 30.bestätigte er dem Bischof Fulbert von Kamerik die von dem GrafenIsaak früher bestrittene Abtei St. Göry ^), frei von aller gräflichenGewalt: ein Gegengeschenk für die gastliche Aufnahme, die Fulbertihm auf dem französischen Feldzuge gewährt hatte. Der von Ottoan ihn gerichteten Zumutung, ihm die Leiber der hochverehrten BischöfeGaugerich und Autbert zu schenken, wußte der Bischof sich dadurchgeschickt zu entziehen, daß er ihm dafür die minder werthvollen Ge-beine des Bischofs Theoderich (gest. 863) und eines andern Priestersunterschob, die der König in gutem Glauben an ihre Heiligkeit in dasKloster zu Magdeburg übertrug, während Kamerik seinen unvergleich-lichen Schatz behielt?) Von Achen begab er sich zunächst nachSachsen. Hier suchte ihn der treue Herzog Hermann von Schwabenauf, auf dessen Bitte er am 12. Juni in Magdeburg der Abtei St.Gallen Markt und Münze zu Norschach auf der Straße nach Italienzugestand. 4)

Hermann von Schwaben, der Genosse Ottos in dem vorjährigenFeldzuge begleitete ihn auch jetzt wieder, als er gegen Anfang Augustzu einer neuen Beredung mit Ludwig aufbrach und ihn am FlusseChiers traf?) Herzog Hugo, der inzwischen einen vergeblichen An-

0 Id.: Imäorvieus rex ^czuis pascda cum Otdons reKs ccksbrat strsgiis ad so donoratur munsridus: liiclisr. II o. 61.

2) Lacomblet Niederrhein. Urkb. 1, 55 (8t. 145); klon, <1erm. 88. VII,427: intsrvsutu czuoczus iiüskium nostrorum seit. Vriclurici arckücpiscopiet clileeti germani nostri Ilrunouis st Ouonraäi «lucis atczus llcrimanuiUucis st esterorum ückskium. Diese Urk. ebenso wie eine zweite siir die Kirchezu Mitten oum sonssnsu et äeprscations I'aradcrti spiscopi (LacombletNiederrhein. Urkb I, 56) haben die Daten 947, inst. 6 (-^ 948), a. r. 13( 949), doch kann man nur zwischen den beiden ersten Jahren schwanken, weil949 Hermann nicht inehr lebte.

b) Vita 8. ^utbsrti o. >5 (8urius I)e prodator. sauet, dist. VI, 999):?orro Otdo Imperator a I?ukdcrto Oameracensi spiscopo ciari sidi pctiitcorpora saiictorum prassulum ^.utbsrti st (InuAsrici. IUs vsro (^uidusUamin Consilium ackknbitis Vkrsoäorici Oamsracsnsis spiscopi st altsrius sacsr-ckotis corpora ei cleclit, csuibusclam aciiunctis c corpore 8. ^.utberti arti-culis; pruäsntsr ick quickem, ns civitas Oamsraesnsis suis patronis ordarc-tur. I,astus i^itur imperator prasekaras rskiquias in monastvrio, quockipss NaZckcdurgi construxit, reponenäas curavit. Oorro autsm tamaösrmaniam oinuein occuparat, sanctos ^.utdsrtum st KauAsricum s 6akkiisin 8axoniam transkatos, ssä sscus ipsa res dadet, vgl. (Issta spiscop.Osmerac. I c. 49. 78.

') Wartmann Urkb. der Abtei St. Gallen III, 16 (8t. 147): vsusrabilisadda monastsrii 8. Oakki nomins Krakokr per intsrvsntum ücksiis nostriIlsrimanni ckucis Zusvorum serenitati nostras suAgsssit quenckam kosumnomins Ilorscackia ack ins ipsius cosnodii pertinentem msreatum idi dadsriall Italiam proüciscsntidus vek Romam perAsntidus ssss commockum stutikitati Iratrum sud eins regimins Uso mikitantinm nidilominus ssss nscss-sarium stc.

ch Illockoaräi Ilist. Ilsm. IV c. A3, J,nn. 947: super Odarain lluviumintrants msnss ^n^usto, vgl. J.rtokcki lidslk. (D,sg§. II, 23), wo die Ver-