Druckschrift 
Kaiser Otto der Große
Entstehung
Seite
149
Einzelbild herunterladen
 

Edgithas Kinder. Die Nachfolge Liudolfs.

149

Quedlinburg Schenkungen für ihr Seelenheils) Lange und tief be-trauerte er die Hingeschiedene, in guten Werken und frommer Betrach-tung Trost suchend, so daß viele der Meinung waren, der betrübteWitwer würde nie wieder zu einer zweiten Vermahlung schreiten?)Außer einem Sohne Liudolf, auch Dudo genannt, einem heranreifendenJünglinge von sechzehn Jahren, hinterließ Edgitha noch eine TochterLiutgard (oder Dudicha). Auf jenen seinen einzigen Sohn, dem frühdie Liebe des Volkes entgegenkam, übertrug der König jetzt seine ganzeZärtlichkeit. Er sicherte ihm im voraus die Nachfolge, indem er dieGroßen in feierlicher Versammlung schwören ließ, ihm dieselbe zubewahren; doch war der königliche Titel damit noch nicht verbun-den?) Ebenso wie den Anfang des Jahres brachte Otto auch diefolgenden Monate bis Ende Juli im östlichen Sachsen zu?)

') v. Ilsinsnmnn Loä. Anstalt. l, 12. 13 (8t. 130. 131«. Beide prouniinu clilsetissimus eouiuAis nostrue Kcigiclis. Ebenso erwähnt Otto siespäter 18. April 947 bei Lacomblet Urkb. des Niederrh. 1, 55. Als Fürbitterinkommt Edgilh in folgenden Urk. vor: für Corvei 17. Oct. 936 und 19. April910; für Halberstadt 4. Febr. 937, für Hamburg 8. Aug. 937, für Utrecht 937ohne Tag, für die Michaelskirche zu Fallersleben 5. Oct. 942 (8t. 412 in dasJahr 942 zu versetzen!«, für Herford 2. April 940 und 11. Juni 945 >.8t. 58.62 . 63. 69. 82. 85. 121), also überwiegend für Sachsen und in den erstenJahren der Regierung Ottos.

-) Vita Nululiivlis reZ. poster. e. 15: I^ost gvitnm Läitü illustris

reginae trss unnos egit in viclnitate, vnuetis donis oxeridus ciiÜASuterinstubut, ot suerus leeliones stncliose IsAsvat (vgl. Wiclnüinci. II v. 36).luinäum inuitis eomprobarat eustitute victuitatis «t ussiüuitate orutionum,sidi unimum esse, u eouiuAnIi eonsortio so veile xostmoclnm ubstinsrs.Giesebrccht (Gesch. der deutschen Kaiserzeit I, 321; legt auf diese Worte einerspäten Quelle doch wohl viel zu viel Gewicht, wenn er sagt:Erst nach demTode Edithas wandte sich der König mit ganzem Herzen der Kirche zu."

ch kVicluIr. I 6. 37, II e. 41, III o.'1 (vgl. oben S. 12 A. 2); Ocmtlll.Regln. 947; Ilrotsvitims Llssta Oää. v. 12t fs., v. 418 fs.; Tluin. l)neä1inb.916. Der kleine Liudolf erscheint als Fürbitter mit seiner Mutter für Corveiam 17. Oct. 936, sür Halberstadt 4. Febr. 937, sllr die Michaelsktrche zuFallersleben 5. Oct. 942 (s. oben), für den Grafen Christian 1. Mai und fürdie «söhne des Vassallen Fridrich II. Juni 945 (8k. 58. 63. 120. 124). Liut-gard wird zuerst am 30. Sept. 944 erwähnt (8t. 118). Liudolf heißt linäo beiNüistin. Olirou. II 6. 3, Liutgard Onäielra in dem Schreiben des AbtesSiegfrid v. Gorze (Giesebrccht D. Kaiserzeit II, 703) und den dazn gehörigenStammbäumen (88. III, 215, VI, 32).

^) Wiclulc. III o. 1: Rost exesssuni Rcliciis regiuus omnsrn umorsnamsternum trunsknclit rsx in unioum Lliuin suum RiuänIIum luetoipuetsstnmsnto ereuvit 6um regem post 86, womit Designation gemeint ist,s. Köpke Widukind v. Korvei S. «30. Eine dem sinne nach völlig entsprechendeParallclstelle hat Hrotsvilh v. 439443, angeführt von Köpke S. 42- (Znsmpater egrsgins, rex et senior vsnernnüus, ciigno pereerte ium sadlimavitIionors, H suvieeti tüeiens rsgni cligne clominuri. Die Designation Liudolfsbezeugen noch Flodoard rr. 953: Regnum suum . . olim prinscpnam Itulirrmpeteret, Riuciuilo clelegavsrät, st mugnutss suos siciem promittsrs Lcisli-tatsm iure iurunclo t'seerut; Ruotgeri Vita Rrunouis e. 18 in der Anredean Liudolf; (lerlmrcli V. Ouüalriei e. 10; I'üietm. Olrron. II e. 2, vgl.Nsinger bei Hirsch Heinrich I, 433. Waitz (Berfg. VI, 131 n. 1) hebt mit Rechthervor, daß Liudolf den Königstitel nicht empfieng und daß es deshalb falschist, wenn die 7l.un. Imuvisns. und I-eoci. 956 (sowie Indiens. 951. 956, 88.II, 210) ihn rex nennen.

Otto urkundete am 4. Mai zu Wcrla, 9. zu Magdeburg (? s- weiter