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Kaiser Otto der Große
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Entzweiung Ottos mit seiner Mutter.

beiden Söhne die Mutter aus ihrem Witwensitze vertrieben und ver-langt, daß sie den Schleier nähme. Mit stiller Ergebung verzichtetesie ans die von ihrem Gemahle ihr bestimmten Güter und zog sichnach Enger auf ihr väterliches Erbe zurück/) woselbst sie später dasvon ihrem Ahnherrn Widnkind gestiftete Kloster ans ihrem Besitzeerweiterte. Leiden und Unfälle sollen darauf das Herz Ottos, Krank-heit das Heinrichs erweicht haben. Mit eindringlicher Rede gelanges der Königin Edgith, ihren Gemahl zu rühren, und zu Grona erfolgteeine feierliche Versöhnung, indem Otto sich der gekränkten Mutter zuFüßen warf und ihr das Witwengut zurückgab. Bon nun an herrsch-ten Ruhe und Friede, Mutter und Söhne sind einträchtig in derTröstung der Armen und Stiftung von Gotteshäusern.

Ein klares Bild dieser unerquicklichen Familienstreitigkeiten, welchein die ersten Jahre der Regierung Ottos gehören/) läßt sich ansdiesen der Verherrlichung Mahthildens dienenden Angaben nicht ge-winnen. Um das Nutzungsrecht der aus dem liudolfingischen Haus-gute der Königin Witwe überwiesenen Besitzungen scheint es sich hiebeigehandelt zu haben, in der Weise, daß Otto als Familienhaupt, ver-anlaßt durch die zu weit gehende kirchliche Freigebigkeit Mahthildes,eine Aufsicht und Beschränkung in Anspruch nahm, der sie ihrerseitswiderstrebte. Eine Entziehung dieses Witwengutes, Ausschließung vomHofe und Annahme des Witwenschleiers war die Folge davon. Inwieweit Otto hiebei der Rücksichtslosigkeit zu zeiheu ist oder berechtigteInteressen vertrat, läßt sich nicht mehr ausmachen. Die Auffassungder Legende allein kann für uns nicht maßgebend sein.

Edgitha wurde in der neuen Domkirche zu Magdeburg auf derNordseite beigesetzt?) Bereits am 29. Januar, vielleicht dem Tageihrer Bestattung, machte der König den Klöstern zu Magdeburg und

rorum oumulos guos illa ooolosiis eKenisgus pro Okristi nomine oroZadatund zwang sie rsAlli partom, quas in «totem ei oontigerat relingusro, dahergierig sie nach Enger «totales ctimittenäo nrves patrimoniumgue reguirsus.Aehnlich heißt es in der jüngeren Vita: guoä irmnmeradilss poonuias oon-Aregasset st 're^alis vensns opulentiam psuitus oonsumpsissot und weiter-hin: rslingnsus guiügnicl rex Ilsiiirious sidi «teclsrat in «totem. Nur ein-mal am 20. Dec. 037 stellte Otto rozzatn vsnsranctas ao «tilsetas llomnaematrisgus nostras Llaktliiläas eine Urk. für Quedlinburg aus (LrssslauDiplom. 6 p. 6, 8t. 74). Ihre nächste Erwähnung ist in einer Urk. fürGandersheim vom 4. Mai 046 (! 8t. 132).

Vgl. über Enger und das Stift des h. Dionysius daselbst WilmausKaiserurk. der Provinz Westfalen S. 439 ff.

2) In der Vita ant. heißt es: Itis igitur earitatis vineulis «tiu sud-sisteutidus. oontiZit piam Dclitlr reginam . . praessntem vitam sxoessisso,also längere Zeit nach der Versöhnung. Die Vereinigung beider Söhne gegensie kann nur vor 939 stattgefunden haben.

2) 1Vi«tuü. II e. 41: in vasilioa nova latere aguilonali orientsm;Ooutin. RöA. 947: NaZoctodurA sspslitur; Vinstm. II e. 2 (vgl. o. 5): inmaiori asoelesia iu oratorio aquilonari; Herzog Ernst e. 2: in vasilioaoouäita oonüitao oivitatis. lieber ihr unter Erzbischof Ernst (14761513)erneuertes Grabmahl mit der falschen Jahreszahl 947 s. Brandt Der Dom zuMagdeburg S. 9496.