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Kaiser Otto der Große
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Edgithas Tugenden.

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späteren Geschlechtern wurde sie zur Heiligen?) und zumal in Magde-burg, das man zugleich als ihre Stiftung ansah, erhielt ihr Andenkensich lebendig.

Mancherlei Sagen liefen als Beweise ihres frommen Sinnesbald von ihr im Volke um. Eine wilde Hirschkuh, so erzählte man,kam eines Nachts zum Gemache der Königin und klopfte mit demFuße an die Thüre. Als geöffnet ward, legte sie sich, gleichsam umMitleid flehend, vor Edgitha nieder. Aus den Befehl derselben folgteein Jäger der Hirschkuh: er fand jenseit der Elbe ihr Junges ineiner Schlinge gefangen, befreite es und die Hirschkuh eilte fröhlichin den Wald zurück. Edgithas Mildthütigkeit kannte keine Schranken:der König, um sie zu versuchen, untersagte ihr in scheinbarem Zornesolche Verschwendung. Da sie an einem hohen Festtage in einemKleide von köstlichem Stoffe zur Kirche gieng, eilte ihr der König ineinem Bettlergewande voran, und von ihr unerkannt, bat er an derKirchenthüre um ein Almosen. Auf ihre Versicherung, sie habe weiternichts als ihre Kleider, entgegncte jener, indem er sie am Mantelfesthielt, auch mit einem Stücke davon sei dem Armen geholfen.Endlich erlaubte sie, daß der vermeinte Bettler einen Aermel deskostbaren Gewandes behalte, und kehrte darauf zurück, um das zer-rissene Kleid mit einem andern zu vertauschen. Als der König beiTische fragte, weshalb sie den Anzug gewechselt habe, suchte sie ver-geblich Ausflüchte, auf seinen Befehl wird das zerrissene Gewandherbeigebracht, doch wie groß ist das Erstaunen und die Beschämungdes Königs: an dem Kleide finden sich beide Aermel wohlbe-

halten und unversehrt. Otto zeigte darauf den dritten Aermel undgestand, er habe seine Gemahlin auf die Probe stellen wollen, die ernun dieses Wunders wegen noch höher als vorher achtete.

Ein großes Verdienst erwarb sich Edgitha dadurch, daß sie be-sänftigend und vermittelnd den König und seinen Bruder Heinrichzu ihrer Mutter Mahthilde zurückführte, als Zwiespalt sie geschiedenhatte. Auf den Antrieb einiger Fürsten, so berichtet die späterelegendenhafte Erzählung, welche der verwitweten Königin vorwarfen,daß sie das königliche Einkommen an die Armen und die Kirche ver-geude und für diesen Zweck ungeheure Schütze sammle?) hätten die

? Vliistin. II s. 2 (vgl. e. 5: snnstn . . Xeclitü): quns innuinsravirtuts preäitn, nt siAnis post oditurn siaruit, bei Rudolf von Ems (guteGerhard v. 131) heißt sie 8nnt OttsAsds üin reine und wird wegen ihrerFrömmigkeit hochgcpriesen. Die Stiftung des Erzbisthums Magdeburg erscheintdort zugleich als ihr Werk vgl. Herzog Ernst o. 2: suinmas nci cisnin st vominssvirtutis Ottsgsdnin. Die Sagen von Edgitha erzählt der Xnnaiistn 8sxo n. 936und die Xnn. Ontiäsns. 937 (88. VI, 600; XVI, 62). Die Sage von derHirschkuh wird auch von dem schwäbischen Grafen Outzo erzählt, s. Ensusinonnst. Ostrisbus. I e. 3 (88. XX, 628), die andre von dem Mantel ähn-lich von der h. Elisabeth, s. Vbsoüoiisi VüurinAi Os snnotn Ovsabstlr I. IIs. 9 (Onnisii I,eot. nnt. V, 166).

2) Vita blnlitlnläis rrnt. s. 8. 9 ; post. s. 1114 (88. X, 577; IV, 2901.Nach jener behauptete man: dnns pinrimnin pscunmruin ovservasss niuiti-luciinoin «gunln rsprasssntars äsvuissst, suchte bei ihr rseouciltos tbssau-

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