!
Tod des Grafen Adalbert 944. Otto in Achen 945.
Auf fortdauernde innere Unruhen deutet es hin/) wenn — schongegen Ende 944 — der mächtige lothringische Graf Adalbert UonMetz, Matfrids Sohn, ehemals Laienabt von Gorze, von einem ge-wissen Udo ermordet wurde. Otto war von seinein Besuche der rhei-nischen Gegenden nach Sachsen zurückgekehrt — wo er am 4. Junizu Dahlum für den kürntnerischen Landbischof Gotabert, am 11.zu Magdeburg urkundete —, als das westfränkische Reich durch
jene innern Wirren erschüttert wurde, die das Königthum der Karo-linger mit dem Untergange bedrohten. Viel näher berührten ihn dieseEreignisse als der Umschwung in Italien, denn es handelte sich ja hier-um seine nächsten Verwandten, und überdies wirkten die Schwankungen,denen Wcstfraneien unterworfen war, stets auch auf Lothringenzurück.
Abermals begab sich daher Otto im Sommer iu die rheinischenLande — am 13. Juli bestätigte er zu Achen auf Fürbitte Konradsvon Lothringen dem Kloster Gorze seinen Besitzt — und es läßtsich erwarten, daß beide Parteien des westfränkischen Reiches sich hier-an ihn wendeten. Seine Schwester Gerberga rief seinen Beistandan, der gefangene König ließ ihm durch den Grafen Arnulf vonFlandern Anerbietungen machen, doch ist es wenig glaublich, daß erihn, wie erzählt wird, durch die völlige Abtretung Lothringens habegewinnen wollen, die ja längst erfolgt war/) Hugo suchte eine Uuter-
i) Oontin. Regln. 944 (am «Schlüsse): ^.«Inivsrtus eomss, tilius iilat-IriUi, av Väons oeoiäitur (iLnnal. 8axo 944: »1> Ilcülone), derselbe, der inder V. lovann. Oorx. e. 36 umd 36) vorkommt als ^üeivertus eomes, virgeners c>uiäem ovrrus, ingenio ankern Isrox an violentus, nee vono eni-ausin I'ers ume>uam morum provitats provaviiis, auch in einer Urk. Hein-richs 1. vom 8. Juni 935 genannt als Fürsprecher für Stavelot (inteivvuieirts24cia!verto iiäeli nostro äues; Llartens st Ouranck OoU. ampl. 41, 43).Matsrid findet sich 916—926 als Graf von Metz (Beyer Mtttelrhein. Urkb.I, 227, vgl. 222. 224h daher erscheint Adalbert 912 als Laienabt des KlostersGorze (Ilwt. <4e Retx HIV, 57), Dvsmviui V. 8. blagusriei <88. VIII, 268):tempore Elvert! ciuois. Vgl. Reivnitii 2Lnn. imp. II, 524; oben S. 168 A. 2.
^) 8t. 123. 124. In der letzteren (v. Ilsinemanu Oocl. 2Lnv. I, 11) heißtes: Uiieeta oouinx nostra nomine Vetgiä st Uintnllns nostsr ciilsetusülius uostras puisaverunt sureo u. s. w.
^) Hieher gehört nach dem 9. Negicrungsjahre Ottos Urk. vom 13. Juli,obgleich die Jndiction und das Jahr Christi auf 943 weist (Losvmer ^ot-rimp. 1. 8t. >14). Sie ist per interventum Ouonraäi Rociarisnsio ckuvissür Gorze ausgestellt und stimmt wörtlich mit einer unechten Urk. Ottos vomI. 936 überein (Rwt. äs Lletx III. prenv. 59, 8t. 61), in welcher die Erz-bischöfe Bruno und Wilhelm als Fürbitter auftreten.
') Rloäoarcli ann, 946, Rist. Rem. IV e. 32: Regina Osrbsrga nupsraä Otvonem regem Iratrem suam legationvm äirsxsrat, auxilium äe-posvsns av so contra llugonsm prineipsm. Nach Dudo <88. IV, 98)ergeht Gerbergs Hilferuf all patrsm suum 'Üransrenanum regem llsinrienmet aä Otvonem Iratrem snnm tiors puvsrtatis nitiäum: jener aber lehnt esab, ihm zu folgen, weil dies die gerechte Strafe für die Gefangenhaltung desjungen Normannenherzogs sei. Er läßt dann Arnulf erst zu Ludwigsagen <p. 99): lilainris preeii valentiasczns st atUuentias extat telluLRortvmanniea cpram Rotvarienois terra, dann zu Otto: 8i nostras 4e-prsealionis explsveris votum . . ilavimns tivi iwperpetnum Rotvarisussregnum, (juocl patri tno Init repromissnm proptsr praelinm 8nsssonieo