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Kaiser Otto der Große
Entstehung
Seite
116
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110 Verschwörung Heinrichs gegen Otto 941.

Nachdrucke betrieben werden, und die Verfassung der Mark schien inihrer Grundlage gefährdet. Unter den Edeln im Heere zeigte sichMisvergnügen, das bald zu meuterischem Hasse gegen ihren Führer,ja gegen den König selbst, der ihn schützte, emporschwoll?) DieseStimmung fand einen Wiederhall an der Unzufriedenheit Heinrichs,dem sein lothringisches Herzogthum so rasch wieder zerronnen war; ersetzte sich mit den Misvergnügten durch geheime Boten in Verkün-dung, und durch Freigebigkeit wußte er bald in der Ostmark einen starkenAnhang zu gewinnen?) Mächtige und angesehene Männer werdenals Theilnehmer des Verschwörung genannt, wie der Graf Liuthar,der in Nordthüringen begütert war, der Großvater des Geschicht-schreibers Thietmar?) wie Erich aus edlem Geschlechte, ausgezeichnetdurch Tapferkeit, beliebt und geehrt wegen seiner trefflichen Eigen-schaften''); minder bekannte Namen sind Reinward, Warin, Ascherich,Bacco, Hermann?) Selbst der Erzbischof Friedrich soll sich ihnenangeschloffen haben, obgleich er erst im Jahre zuvor ans seiner Hastentlassen worden?) Otto sollte am Osterfeste ermordet, und die viel-beneidete Krone auf Heinrichs Haupt gesetzt werden; dahin zielte derPlan der Verschworenen.

Otto wurde von diesem schändlichen Anschläge zeitig genug be-nachrichtigt, um ihn vereiteln zu können, denn es fand sich unter denVerschwörern ein Vcrräther. Er feierte Ostern ( 18 . April) zu Qued-linburgs) mit der üblichen Pracht, um auch in der Gefahr der könig-

dem tapfcrn Hosed heißt: mersss Min lnmosi Assti llovntivum imperinlscum reclitu vigiuti mnusuum; Köpke Widukind S. 151, und eine Urk. Ottosvom 27. Juni 905, wo es von einen, Zinse der nördlichen Slavcnstämme heißt:sivs nostro iuri nspisint nivs nlioui Lclslium uostrorum dsustisinriumsxistnt (Rioäsl Xov. soll. Lrnnäeudur§. I, XIII, 310, 8t. 375).

*) VVilluk. II o. 30: Rsx vor» ncl eommuuss utilitntes rv! publisnoOsroui ssmpsr iuxtn erst. Ilnäs Motum est, ut niinis sxnosrbnti oäinsuu in ipsuin guoqus rSASm vsrtisssnt.

^) Ebd II s. 31: Omuss psns orisntnlium partium militss sibi eolli-ALvit; Oontin. Idsgin. 911 : Uviurious, Iratsr regis, sum guibugcinm8nxonibu8 ooutrn rsZem eouspirnt. Unbestimint sagt Hrotsvith (v. 323) nur,daß quillnm den Plan gehegt hätten, ut mortem re§i vsllsut inlsrrs uäsli,ipsius st Irntrem populo prnopousrs rsgsm. Daß der letztere damit ein-verstanden, deutet sie jedoch weiterhin an (v. 341. 342): quoll mnls blnullitisdarum esssit sunclslis^ ipoum qui vsrbis oorrupsruut simulntis. Ans denMordanschlag spielt noch Adalbero von Reims in einem Schreiben an Willigisan: Hui lluos Ottouss sonntuo sst oesillsre, tsrtium volet superssos?(Osrdsrti opp. sei. Ollsris p. 15 sp. 28).

") (Idietm. II e. 14 vgl. VI a. 30.

') VVillud. II o. 31: Lriod . . vir omni virtuts ne iullustrin eivibusenrus ntqus elnrus.

b) Xun. Husllliud. 941 (daraus ll'kistm. II e. 14) nennen diese Namen.

°> Lontin. KsAin. 941: Vr. nrsdispisoopus quin eonspirntioins kuiuspnrtiesps villsbntur . . Wenn Widutind (II e. 38) ihn als seeunlln oon-iurntiono eulpndilsm bezeichnet, so beziehe ich dies aus das Jahr 939 (s. obenS. 94 A. 1), indem Eberhards zweite Auflehnung gegen Otto sehr wohl so ge-nannt werden konnte.

u Den Ort nennen die Xim. Huellliub. (daraus Thietmar), dwbisus.941 (88. II, 210): Otto clo insilliis eonspirntorum npull HuintelsdurA

libsrntur, nlüs iutsrlsstis niüs exulntig, daraus Xuu. 8. Ilonilnoii 941.