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Erster Ungerncinfall 937.
gegolten haben und weit nach Nordosten über die obere Havel unddie Tollense hinaus in das Territorium des später«. Lande? .Stargard,denn hier vornehmlich waren die Redarier, heimische.muß Otto ge-kommen sein; man könnte vermuten, ihre Hauptstadt selbst Rethrasei jene Feste gewesen, der sein Angriff galt. Demgemäß hielt ersich auch zunächst in Sachsen und Thüringen auf, am 17. Oktoberin der Pfalz zu Werla, am 4. November zu Allstedt, am 30. De-cember zu Dahlum südöstlich von Hildesheim; die Urkunden, die erhier ausstellte, waren Bestätigungen der alten Freiheiten der Klöstervon Corvei, auf Vorbitte der Königin Edgitha und seines SohnesLiudolf, von Hersfeld und Werden auf Bitten ihrer Aebte FolkmarHagano und Wigger?) Auf diesen Bestätigungen ruhte die An-erkennung der Rechtsüberlieferung, es war nicht allein eine erneuteGewährleistung des Rechts und Besitzstandes der Empfänger, sondernindem der König die Akte seiner Vorgänger anerkannte, gab er seinereigenen Machtvollkommenheit einen weiteren Ausdruck für die Zu-kunft?)
Die glückliche Erhebung der. Böhmen und die, wie es scheint,nur unvollständige oder mindestens erfolglose Besiegung der Elb-slaven zog weitere Gefahren nach sich. In den ersten Tagen desJahres 937 brachen auch die Ungern herein, um, wie Widukind sagt,die Kraft des neuen Königs auf die Probe zu stellen: die Gelegen-heit dazu konnte ihnen nur die Eröffnung der nordöstlichen Grenz-wehren gegeben haben. Sie müssen die alte, oft befahrene Straßedurch das Land der Milziener und Dalamincier gegangen sein, denndaß sie durch Baiern gekommen seien, hört man nicht. Dennochscheint es gelungen, sie von der östlichen Grenze Sachsens fern zuhalten. Am 4. Februar bestätigte Otto zu Allstedt die PrivilegienHalberstadts auf Bitten des Bischofs Bernhards) man möchte ver-muten, er habe hier auf dem linken Ufer der Saale hinter denBurgwarten von Merseburg und Scheidungen zunächst eine abweh-rende Stellung eingenommen und den Strom vorüberbrausen lassen.Darauf drangen die Ungern verheerend in Franken^) ein. Hierscheinen sie sich wie gewöhnlich in mehrere Strömungen getheilt zuhaben. Während die einen Schwaben heimsuchten, machten die andern
Stiftung des Klosters Broda, Jahrbücher des Vereins für Gesch. v. Mecklenburglll, 6. 11. 19; Wigger, Mecklenburgische Regesten S, 119b.
Lrbarä rsßss.tn IVssttnIiss I, 13 8t. 58; Wenck, hessische Landes-geschichte II, 27, 8t. 59; Lacomblet Niederrheinisches Prkundenbuch I, 51, 8t.60; der früher genannte Ort der Ausstellung Falcheim für Forchejm erklärt,beruht auf einem Lesefehler. 2 l.un. Ullckssb., lVschssuburx., ünwbsrt 937(sie rechnen^hier stets um I zu hoch): Otto rsx luit in LsroUoskelcks.
2 ) S. Waitz, Deutsche Verfassungsgesch. VI, 502.
b) Hoefer, Zeitschrift II, 336, 8t. 63.
0 Lun. XuA. 937 (ckaüs bibliotb. Oyrm. III/ 705)IIuANri psr orisvtslssVrnnsos st ^Ismauniam oaultis eivitatibnH ignSjSt Als.äio,.<) 0 iu>uiuptis inxts.IVormntinra Lsno trnn-nto nsgus acl rrmrs Osesaouin rsßchniu, Onllias cks-vastnvsrunt st psr Itnliara rsäieruut. Dies wiederholen 4uu. Ilsrsml 937,IVirLsb. 938 (88. III, 141, II, 241); Ilsrimnnn. /leug. 987 mit hem Ansätze,sie seien psr Laionrisiu gegangen.