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Kaiser Otto der Große
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Slavenkrieg 936.

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Großen einen sonderlichen Anspruch auf solche Auszeichnung gehabthaben. Denn seine Berufung hatte viele Erwartungen getäuscht undeine Misstimmung erregt, die gefährlich ward. Es mag dahin ge-stellt bleiben, ob nicht selbst Ottos Bruder Thankmar dadurch verletztward, vor allen Hermanns Bruder Wichmann fühlte sich zurück-gesetzt. Er war, so scheint es, der ältere Bruder, 937 wird er alsGraf im Gau Wigmodia zu beiden Seiten der unteren Weser ge-nannt; seine Güter lagen vornehmlich in den südlichen Gauen Fle-nithi und Derlingau, an der Ocker und Leine und in Westfalen.Widukind nennt ihn einen mächtigen Mann, viele waren von ihmabhängig, seine Klugheit hüllte sich in einen geheimnisvollen Schein,denn er stand im Rufe verborgener Wissenschaft und von den Seinenward er mit tiefer Scheu betrachtet. Jetzt verließ er das Heer, erwollte nicht unter den Befehlen feines Bruders stehen. Man kann nichtbeurtheilen, wie weit Otto die Ansprüche der sächsischen Edlen hätte be-rücksichtigen sollen, gewis ist nur, daß daraus eine Gährung hervorgieng.

In sehr unsichern Umrissen stellen sich die nächsten Vorgängedar, kein Name wird genannt, nur die allgemeinen, oft wiederkehrendenGrundzüge der slavischen Marken erkennt man, ein Tiefland, durch-schnitten von Seen und Sümpfen, ein schwer zu durchziehender Bodenfür jeden, der nicht darin heimisch ist, gesichert zwischen ihnen dieHauptfeste der Feinde, die angegriffen werden soll. Auf diesemBoden trifft Hermann zuerst mit einem feindlichen Schlachthaufenzusammen, sein Sieg, der des Königs Wahl rechtfertigt, erweckt neuetiefere Misstimmung. Ekkehard, Liudolfs Sohn, ein sonst unbekannterMann, vermißt sich, ihn zu überbieten oder das Leben einsetzen zuwollen. Ein Angriff auf die Hauptfeste der Feinde soll gemachtwerden, am Rande des Moores, das sie schützt, hat man ein Lageraufgeschlagen. Ekkehard ruft aus dem Heere Freiwillige auf, sie sindgewissermaßen sein Gefolge für diese Unternehmung, er durchschreitetdas Moor und am jenseitigen Rande wird er samt allen, die ihmfolgten, niedergemacht. Es war eine tollkühne, gefährliche That, inder die Thäter sich in nutzlosem Trotze selbst opferten, denn nur 18waren es an Zahl; sie geschah mit Verletzung der Heeresordnungund gegen das Verbot des Königs. Das war am 25. September?)

Wie das Gleichgewicht hergestellt wurde, erführt man nicht. Otto,heißt es weiter, schlug die Feinde, machte die übrigen wieder tribut-pflichtig und kehrte nach Sachsen zurück. Am 14. Oktober konnte erzu Magdeburg in der Urkunde, durch die er dem Abte Hadamar diealten Freiheiten Fuldas bestätigte, sagen, er sei in Frieden aus demLande der Redarier gekommen?) Ihnen also muß der Hauptkampf

5 Wiäuk. H, 4: Tota sunt autsm kuec 7 Lai. Oet. soll doch wohldas Tagesdatum für Ekkehards Fall sein- L. Giesebrecht, Wendische Geschichten1, 141, sind seine 108 Begleiter statt Widukinds 18 wohl nur ein Druckfehler.

14. Oct. 936 (Üi'onüg ooäex trackit. t?ulaeus. S. 316, 8t. 51):Huanäo cks provintia 8eis.vornrn gui vooantur Riacksri in pacs vsniinus NuAutdadurA. L- Giesebrecht I, 140 findet in diesen Riadcrn die Ukraner.Ueber Name und Land der Redarier s. die gründliche Abhandlung von Lisch, die