Erster Ungcrneinfall in Frankreich 937.
59
einen Versuch, in Sachsen von Südwesten her einzubrechen, aber Ottowarf sich ihnen entgegen und schlug sie auf fränkischem Boden, viel-leicht ünfern Worms. Hier gierigen sie über den Rhein und bis indie Gebend' von Metz soll der König ihnen gefolgt sein?) Nun ver?breiteten sie sich gleich einer verwüstenden Sturmflut schwerer als jeüber Elsaß, Lothringen, das westfränkische Reich.
Von Metz warfen sich die einen auf Reims, und während mancheStreifscharen die Küsten des Meeres erreichten, fielen andre in Bur-gund ein, am 24. Merz erschienen sie in der Gegend von Sens.-)Von allen Seiten drängten sich die Flüchtigen hinter den Mauernder Stadt zusammen, mit dem größten Verluste erwehrte man sichdes furchtbaren Angriffes, bei Orleans fiel der Abt Ebbo von Doleim offnen Kampfe gegen sie, und auf der südlichen Seite der Loiresuchten sie Bourges heim und durchstreiften Berry und Aquitanien.Unsere Berichterstatter bemerken ausdrücklich, zum ersten Male habe dasgesamte Gallien unter dieser Geisel zu leiden gehabt. Ueberall die-selben Scenen der Verwüstung, deren Andenken sich besonders in denKlöstern erhalten hat. Dörfer und Kirchen gehen in Flammen auf,Gefangene werden herd'enweise fortgetrieben. Im Kloster des h. Ba-solus bei Vergy (südwestlich von Reims), dessen Mönche in die Stadtgeflohen waren, setzte sich der Feind vollkommen fest, das Kloster St.Thierry (nördlich von Reims), des h. Petrus bei Sens, Breze beiLangres wurden in Asche gelegt. Aber auch die Heiligen bewährensich und Wunder geschehen. Ein Unger, der im Kloster des h. Ba-solus den Glockenthurm besteigt, weil er oben Gold zu sehen meint,stürzt zerschmettert herunter, ein anderer, der Hand an den Altarlegt, kann sie nicht zurückzichen, mit einem Stücke desselben muß sieaus dem Marmor herausgehauen werden, einen Mönch von Orbaismachen sie zum Ziele ihrer Pfeile/aber sie prallen ab, als sei seine
*) lViäub, II, 5: u teruüüis suis ktbszit; ^uu. 8. Nsximin. Mrov. 937(88. IV, 7); 8obNton, snn. ksckorborn. I, 279; Oobnor IV, 9 meinten,Otto habe die Ungern bei Dortmund geschlagen. Daß dies unbegründet sei,bemerkt Weltmann, Gesch. der.sächsischen Kaiser S. 72
?) XsoroloA. 88 n 0 lltzllsq (pock. Lbrist. rsZ. 567): VIIII Lisi. Uun-gsri 8on,üs vsnorunt; snn. 8ononsns. 937 (88. I, 105): 9 Osl. Xpr.otksrs UnZsroruni bsrbsriss onm inAsnits sibi lsritsto Lues krsnoornw,LurAUÜäionnin diinulgus Xguitsniorum iörro Motors stqus iAns Isis clo-popuiarl xsrvsAsnäo ooopit. Vielfach wiederholt von französischen AnnalistenIIuAv Moriso., bist. krsno. 8onon. (88. IX, 396), Obron. luron.» Oräerio.Vital, Obron. 8i kotri Vivi 8onob., 6bron. Losusns. <LougutztIX, 52. 17.34, 19.) Als dritte Verheerung Lothringens bezeichnen es Xon. Uobisns., 8.Lolliksiü!/ 8,'Viüdsiiitir Äott? (88. II, 2t0, III, 118. 157). Dann ^nn.IllorM; (88. II,' 254) schon 936 als prims in totsm Usllism Un-Asrornm irruptio. Mehr oder minder allgemein die spätern ^no. 8. <4uin-tini Vsromsnck. (88. XVI» ,507); Obron. XnäsAsv., 8. Nsäsräi dusssion.,Vo-iq!., Oölsns. (Loufli VIII, 252/IX, 56. 395. '315). Die Einzelheiten gebenklöäbsrcki Xno. 937, UM. Lüiusy»? I o. 25: kost vuius (so. Otborti)obituM (ßsn^ UiinAsiröruin KailiSM inKrossa oseäibus ineonäüs so rsxinisnou'o hrinots' ckovsstst oto., II, 3. IVi 51, vgl. auch Kiokor II, 7, ^clsouisdlirsa. 8. Ussoli ol 7 (88XIV, 517 N. 13); Vit. voiooli, Vrsnsl Lssoli(Loug. IX, 121. 125). '