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Kaiser Otto der Große
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Krieg gegen die Redarier unter Hermann.

Haupte,te er sich in dieser Stellung; einige Versuche, ihn wieder zuunterwerfen, bliehen ohne Erfolg, am wenigsten'war fetzt dazu Aussicht.

Destn'gefährlicher war die Erhebung der Slaven an der Elbe,hon denen bei der offen liegenden Grenze nicht allein Streifzüge tief indas Sächsenland, sondern Losreißung und Zerstörung der erstenKeime des deutschen Lebens zu befürchten stand. Mit dem Verlustedes Vorlandes wuchs die Möglichkeit der Ungerngefahr und mit ihrdrohten alle die alten Schrecken wiederzukehren. Es war dies um sodringender, als der Kampf mit den Slaven an einer Stelle schon inden letzten Tagen Heinrichs begonnen hatte. Schon damals hattensich die Barbaren, so nennt Widukind die Slaven an der Elbe stets,an den Gesandten seines Sohnes Thankmar vergriffen; ein Rache-krieg war die Folge?) Heinrichs Tod trat hemmend nach der einen,ermutigend nach der andern Seite dazwischen, ohne Zweifel riß dasBeispiel der einen die andern fort, der günstige Augenblick, die ver-lorene Volkssicherheit wieder zu gewinnen, schien gekommen.

Als Otto am 13. September die Stiftungsurkunde zu Quedlin-burg Unterzeichnete, mochten diese Nachrichten ihm zugekommen sein.Daß an der Elbe der gefährdetste Punkt sei, war unzweifelhaft, ihreAnwohner mußten die Ueberzeugung gewinnen, Heinrichs Tod habenichts wesentliches im Reiche geändert; auch nur von dort ließ sichBöhmen wieder unterwerfen. Darum brach er selbst an der Spitzedes gesamten Aufgebotes, doch wohl nur der Sachsen auf. Vor allentraf er die Redarier. Stets erschienen diese als die Vorkämpfer, vonallen Stämmen sind sie der streitbarste, hartnäckigste.

Die unmittelbare kriegerische Leitung übernahm Otto nicht selbst.Es ist schwer zu sagen, welche Gründe ihn davon abhielten, da dieallernächsten ärgerlichen Vorgänge ohne Zweifel vermieden wordenwären, wenn er es gethan hätte. Sei es, daß er dem Führer dieserKämpfe eine bleibende Stellung geben wollte, weil er ihre möglicherWeise lange, Daüer erkannte, und er selbst sich auf diesen Schauplatzweher beschränken wollte noch konnte, sei es, daß er in dem Manneseines. Vertrauens die höhere kriegsgewaltige Kraft fand, deren erbedutfte, genug, er übertrug sie Hermann, dem Stammvater des so-genannten bilipgischen 'Herzogsgeschlechts?)

Mit Vvtliebe hat die Sage diesen Mann zu ihrem Helden ge-macht, und wie sie überhaupt nicht aus der Phantasie allein, sondernaus üen sittlichen Eigenschaften des Volkes heraus Menschen und Ver-hältnisse auffaßt, umbildet und darstellt, so haben die Sachsen spätererZeit in diesem Manne die Grundzüge ihrer eigenen Art gefeiert, diearbeitsam, tupfet und ausharrend mit wenigem das höchste erreicht.Es ist,,..,M ob sie IhnZm. Gedächtnis seines Volkes habe entschädigen

' ^ *) Mläüb. II, 4t Datum quipps arat i»is «t autea a patrs suo bolluru guock vMassout lvgatos skbanewari LUi.-sui.. Der Krieg war Thatsachegeworden,'so ist Pies/äMum W verstehen, nach tViäulr. III, 70: paosm iamaataru Deäariis offortsrs starg. Im Uebrigen s. den Excurs Larbari und

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»lai-moav imi»,.