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Kaiser Otto der Große
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Krieg gegen Boleslav 936.

rich begründete Grenzmannschaft, die für Kriege dieser Art stets bereitsein sollte, und das Aufgebot des Hassegaus brachen von dort, dasAufgebot etwa des Südthüringergaus vielleicht von Erfurt her, auf.Der Merseburger Grenzgraf, und als solcher kann Asico, der unterdes Grafen Siegfrid höherer Amtsgewalt gestanden haben muß,gelten,') führte die nördlichere sächsische, der südthüringische seineKriegsschar; beide rückten gesondert ab und sollten offenbar unferndes bedrohten Ortes zusammentreffen. Asico, scheint es, war früherzur Stelle, denn etwa um Thüriuger zu erwarten, bezieht er einLager, das gewis nicht auf böhmischem Gebiete zu denken ist. JeneAbsicht vereitelte indeß Boleslav, ebenso kühn als kriegsgewandt warfer sich zwischen beide und jedem Heerhaufen allein entgegen, seinZweck scheint gewesen zu sein, die Feste seines Häuptlings zugleich vondem deutschen Heere abzuschneiden. Es wird nicht deutlich, gegenwelches der Heere sich Boleslav in Person gewandt habe, man möchteannehmen, zuerst gegen das westliche; denn plötzlich sahen sich dieThüringer den Böhmen gegenüber, sie wurden angegriffen und zer-sprengt. Mit nicht minderer Ueberraschung sah sich auch Asico inseinem Lager angegriffen, bevor er noch von dieser Niederlage eineKunde erhalten hatte; doch besser widerstand er; er schlug seinenGegner vollständig. Er glaubte denselben vernichtet zu haben, alsBoleslav unerwartet selbst erschien, nachdem er die Trümmer des ge-schlagenen mit seinem siegreichen Heere vereint hatte. Asicos Scharenhatten sich aufgelöst; siegesgewis lasen sie die Beutestücke auf demSchlachtfelde zusammen, andere sorgten im Lager für Pferde undTroß oder hatten sich der Ruhe ergeben; fast das ganze Heer mußniedergehauen worden sein. Asico selbst blieb auf der Wahlstatt.Diese kann nicht sehr fern von dem Punkte gewesen sein, wo dieThüringer erlegen waren, da Boleslav die Sachsen noch in solcherBeschäftigung überraschen konnte. Um so unbegreiflicher ist derMangel an hinreichender Verbindung zwischen den,, beiden deutschenHeerestheilen, denn allein die gegenseitige Unkunde über ihre Stellunghatte diese Niederlage möglich gemacht. Böleslgvs Sieg wgr voll-ständig, er machte die Burg jenes Häuptlings dem Boden gleich, dievolksthümliche Unabhängigkeit hatte gesiegt. Vierzehn Jahre lang be-

') Für Asics Grafschaft in Merseburg scheint zu sprechen, daß Niüotmnr.IV, 2, V, 9, VI. 12 (vgl. Xearol. NsrssdurA. zum 22. November) sie imBesitz eines späteren Estco kennt. XaorolvA. Vülcl. mni. (Loslunerv. lsontasIII, 187) verzeichnet zu 962 und 965 >eincw ^kioo <?owss, von denen keiner derWidukinds sein kann, sonst erscheint er. nicht. Aeltere Genealogen, bemühen sich,seine Stelle unter den Sächsischen Dynasten zu bestimmen'.BeckmaMi AnhältischeHistorie V, >6, Kebbarcli, üiareüioueo ahuilouares S- 86 tnachen ihn zumAhnen der Ballenstcdter, Leoarck. bist. AeusnIoAioa priueipuiu LnxouiasS. 495 zum Bruder des Legaten Bernhard A iciulc, I, 36, Gnndling Ouncle-liuAiitnn XXXI V, 339 zum Großvater des Theodorich Budiicp, Wersebe,Gaue zwischen Weser und Elbe S. 108 zum Sohn des Grafen Higsrid. Zudem axsrcitus Ntiurinnorum vgl..!,. 38..die iaßjo PliurinAvrnm ,.,Knochen-Hauer, Geschichte Thüringens S. 99, meint, die Thüringer standen..ip Astes Heer;dagegen spricht entschieden Lnxoues neornunn et ssorsum Püuriugi freut contrans, äivinis et ip86 soeiis . . utroguo exereitui oeeurroro ckiexoäuit, und derganze Verlauf der Sache.