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Kaiser Otto der Große
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Boleslav, Herzog von Böhmen.

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Podhiven, der isicht müde wurde, von den Thaten seines Herrn zuerzählen, ward an den Galgen gehängt. Denn mächtiger noch schiender Gemordete in der frommen Erinnerung aufzuleben. Darum ent-schloß sich Boleslav schon drei Jahre später zu der scheinbar frommenSühne, die sterblichen Reste von Bunzlau nach Prag in die Veits-kirche zu übertragen. Nicht Wenceslav, sondern der Kraft des heiligenVeit sollten die Wunder, die über seinem Grabe geschahen, zuge-schrieben werden.') Weder der Adelspartei, noch dem Heidenthumbrachte die Blutthat Gewinn, denn Boleslav konnte nach jenem keineandere Stellung einnehmen. Mag auch das Einzelne, was von seinerBefestigung Bunzlaus berichtet wird, sagenhaft sein, aber man erkenntBoleslav als einen strengen Gewaltherrscher, der schonungslos denWiderstand des Adels zu brechen suchte, um so mehr, als er durchihn gestiegen war. Auch von weiteren Christenverfolgungen hört mannicht. Aber ein Zugeständnis machte er doch, weil es auch sein Vor-theil schien, es war die Losreißung vpm deutschen Reiche.

Nicht sogleich auf den Mord folgte sie, offenbar fürchtete er nochHeinrichs starken Arm, und mit weiser Zurückhaltung mochte sich dieserin die innern Händel Böhmens nicht mischen wollen. Dagegen warsein Tod das Zeichen der Erhebung. Die. erste Unglückskunde, dienach dem Krönungstage folgte, war, der Böhmenherzog habe zweisächsische Heere vernichtet. Da gleichzeitig die slavischen Völker inden Elblanden aufgestanden waren, glaubte Boleslav sich stark genugzum Angriff. Er warf sich auf einen benachbarten Fürsten, der denVersuch gemacht zu haben scheint, diesem Rückschläge zu widerstehen,und wahrscheinlich schon den Schutz des Sachsenkönigs der böhmischenHerrschaft vorgezogen, hatte, bereits mochte er den Weisungen dessächsischen Grenzgrafen Folge gegeben haben, als er angegriffen Hilfeforderte. 2 ) Weder sein Name noch die Lage seines Gebiets sind be-kannt, doch scheint man jenes nicht in Böhmen selbst, sondern außer-halb am Nordwestende des Thalkessels suchen zu müssen, an derböhmischen Gebirgspforte, zwischen Elbe und Saale etwa in demGaue Chutici, Nisani oder bei den Dalaminciern. Ein böhmischerFürst mitten im Lande konnte sich in diesem Augenblicke auf diedeutsche Hilfe nicht stützen und die Hilfe, die allein von Merseburgund Thüringen entsendet wurde, nur einem näher liegenden süd-östlichen Gebiete gelten. Die Merseburger Heerschar, jene von Hein-

Boleslavs Verfolgungen und die Translation nach Prag 4 dlou. Kurt.Kuwpolck 20. 26 S. 221. 222. Altslavische Legende S. 237. 6osmus I, 19.Widukinds Mistrauen gegen die Wunder I, 3».'

2) IViäull. II, 3 : Timsosgus sibi vieiuum suki'SAuIum so quock PLI'U-issst impsrÜZ 8uxouuiu iuäixit si dolluna. Daß dieser Häuptling Dobrimirvon Saatz gewesen sei, ist eine unverbürgte, aber oft wiederholte Angabe desHagel Dobner III, 658, IV, 21: dieser selbst will die Feste desselben in Wlasti-slav im Biliner Kreise finden; wahrscheinlicher ist Pubitschkas Vermutung II,339, sie sei bei den Milcicnern zu suchen. Da Boleslav Gesamtherzog ist,so deutet viaiuus ohnehin schon auf außerböhmisches Terrain, während der An-gegriffene seine Boten iu Kuxoniaru schickt. Der sudrsZuIus ist denen zu vergleichendie IVickull. III, 50.68 unter Herzog Hermann stehen. Impsriis weist außerdemauf bestimmte Verhaltungsbefehle, die der Häuptling von Sachsen her erhalten hatte.