Die Stiftung des Klosters Quedlinburg 936. 49
Bald machte die Königin Quedlinburg zum Sammelplätze derTöchter der Edeln und Edelsten, und es trägt das Gepräge einer ursprüng-lich gleichzeitigen Aufzeichnung, wenn der Annalist ihre Absicht dahinausdrückt: daß dieses Kloster eine Richtschnur der Geschlechter sei, daswollte sie, das befördert sie mit aller Kraft. Weil sie erkannt hatte,was edel entsprossen sei, könne nur selten und schwer aus der Artschlagen, sammelte sie dort die jungen Zöglinge, nicht etwa niederenStandes, sondern vom höchsten Geburtsadel, damit sie, wie üblich,dem kanonischen Leben dienen sollten; und bis zur Grenze dieses hin-fälligen Lebens hat sie nicht aufgehört, sie in der Fülle geistiger undleiblicher Güter wie eine Mutter zu erziehen.
So gesellte sich in dieser königlichen Stiftung dem älteren Gan-dersheim eine zweite glänzendere hinzu, in der auch das jüngere Ge-schlecht seinen kirchlich-thätigen Sinn bewährte. Sie war der Schluß-stein auf Heinrichs Grab, und mit Recht ward sie als dauerndesDenkmahl der Ahnen und Enkel gerühmt, denn viele Jahrhundertehindurch ist sie die Stätte deutscher Fürstinnen geblieben.
Wmnigstädt m Abel, Sammlung alter Chroniken S. 483 sagt unverbürgt, siesei l. Jan. 937 durch Bernhard von Halberstadt vollzogen.
s) ^nn. (juelliinb. 937. Inuäpranä. IV, 14; loeunäus 25 a. a. O.:Istevnnaruin cjuas in terra rspperit illa natu et maiores severe et no-biliorss Llle. Charakteristisch im Sinne der späteren Zeit RnAelkusius ein en,sl^eibn. 88. rer. Lr. II, 1072): Invsntas sunt autem pro sustsntationsnobiliurn pro kille Ostristi ab iuLäslibus oeeisorum, ns taliuin Liias eoge-rsntur wenlliesre, ssll in illis inonastsriis sustentatas, eurn all statuinnubiiem provenisssnt, vitain eÜASrent guam vsilsnt. kossunt suim ibi-llow proütsri st perpetuo rnaners, vel rsesäenllo waritari. tjuibus intsreetera voluit t^uellsliubureb, prullsntuin vir^inum intitulatum, sieut stavus sius danllirssm, lore prineipale.
Jahrb. d. deutschen Gesch. — Dümmter. Otto der Große.
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