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Die Stiftung Quedlinburgs.
Wenn man hier ein fürstliches Frauenkloster errichtete, so mußtedie Landschaft nicht allein bereits wohlangebaut sein," sondern auchgegen die Streifzüge der Ungern durch die feste Lage des Ortes voll-kommen gesichert erscheinen.
Gleich nach der Krönung begann die Einrichtung des neuenStifts, dessen Ausstattung für Mutter und Sohn ein Gegenstand desfrommen Wetteifers ward. H Obgleich in verhältnismäßig zahlreichenUrkunden die Beweise großer Freigebigkeit überliefert sind, müssendennoch nicht wenige verloren gegangen sein. Der eigentliche Stif-tungsbrief ist nicht erhalten, nur eine erste umfassende Begabung, dieam 13. September 936 in der Pfalz von Quedlinburg selbst voll-zogen wurde. 2 )
Es ist die erste erhaltene Königsurkunde, die den Namen Ottosträgt; in ihrer Form ist eine gewisse Feierlichkeit unverkennbar, dienicht allein der Wichtigkeit der Stiftung für das Herrscherhaus gilt:man hört den neuen König, der einen ersten Regierungsakt ausübt.„Zum Heile Unserer Seele, wie Unserer Ahnen haben Wir zu Qued-linburg eine Gemeinschaft von heiligen Frauen zu errichten Sorgegetragen und zu Unserem und der Unseren Aller Gedächtnis soll siein's Werk gerichtet werden", lauten die einleitenden Worte. Damitder Convent daselbst einen gesicherten Gottesdienst ausüben könne,wird ihm folgende Ausstattung zu Theil. In seinen eigentüm-lichen Besitz geht über, was früher den dortigen Klerikern verliehenwar, und das Kloster Wendhausen im Harzgau in der GrafschaftThietmars, samt Allem, was diese Nonnen bisher besessen haben, fernerdie Burg Quedlinburg auf dem Berge, nebst den kleinen Gehöftenund Wirthschaftsgebäuden, das gesamte Ottonische Eigen in den Ort-schaften Reder, Hebenroth, Orthen und Quarmbeck, der Hof Saltaim Leingau in der Grafschaft Liudgars mit allen Einkünften undRechten; der Neunte alles Bodenertrags des Haupthofes von Qued-linburg, wie in den 13 Ortschaften Mansleben, Harzgerode, Wighusen,Uthleben in der goldenen Aue, Ruddubur, Hundebur, Brockenstadt,Godenhausen, Mühlingen bei Kalbe, Walsleben, Biendorf, Salpke,alle drei im Magdeburgischen, Westerhausen, wie die übrigen Orte inder nächsten Umgebung belegen; ferner den Jagdzehnten in Bodfelden
Kugler, Beschreibung S. 52. Ueber die Reliquien des h. Servatius loounäns25. 40 a. a. O. S. 100. 105, Waitz S. 125. Ueber den h. Dionysius IViclule.I, 33. Der sprtern Zeit gilt dann Heinrich als Begründer des Klosters, soJnnocenz II. in der Bulle I I. Dec. 1139, 3»Se 5744, loeunäus 25 (88. XII,1001, Xnn. ?a>iäsns. 924 (88. XVI, 01.>
9 Vit. ant. Nabtk. 7: Landein esllam msAua mentis intsntionseuneta qnibns opus erat mioistrando eomponsbat. Vit. post. 8. Xnn.(juedlinb. 937: IVIeebtkild inelita rsZina, obsunts eoningo sno . . oosno-bium in monte (jnsdsIinASnsi nt chss prins dsorsvsrat, saneta devotionsoonstrnsrs eospit, worunter nicht sowohl Bau als Einrichtung zu verstehen ist.
Liatb S. 3, 8t. 50. Auf diese Urkunde bezieht sich die Acbtissin Adel-heid in der ihren von 1009 Lratb S. 04: g ciomino vsnerando priwoOttone rgAs magnas rnsrnorias anno reZni eins priino übers sunt base etestera bona soelssiae nostras traäita.. Die Lage der genannten Orte betLeibniz a. i. II, 465, Fritsch I, 63.