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Kaiser Otto der Große
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Die Stiftung Quedlinburgs.

worden, und durch den Wigbertkultus kam der Ort wohl als Wall-fahrtsziel auch jenseits der Gaugrenze in den Ruf der Heiligkeit.Den Dienst an der Kirche, deren Patronat der heilige Wigbert spätermit dem Apostel Jacobus theilen mußte, versah ein Priester, der wohlvon Hersfeld aus gesetzt wurde.') Als die Verbindung des sächsischenHauses mit seinem Kloster sich löste, mag dieses Verhältnis ausgehörthaben. Statt dessen erscheinen an jener Kirche Kleriker, die auch füreine Stiftung der Liudolfinger gelten müssen, denn schon 936 erwähntihrer Otto als solcher, die früher ausgestattet worden seien.

Im Jahre 922 stellte Heinrich eine Urkunde ausin der Villa,die heißt Quedlinburg"; es war die von ihm erbaute Pfalz, die sichaus und neben der älteren Curtis, dem Gehöfte mit seinen Wirth-schaftsanlagen, bei der Wigbertskirche am Thalrande erhob. ZumSchutze derselben fügte er dann die Burg hinzu, auf der Nordostspitzedes Berges, wo sie von luftiger Felsenzinne weit in das Land hinein-schaute. Seitdem erscheint das Ganze unter schwankenden Bezeich-nungen Ort, Burg, Civitas, Castell. Hier hatte er endlich die

U Nirsouls 8. WiZborti 19 (88. IV, 227): Lot lovus (juiclilinAon-

durab noininstuo, nunc in 8sxonuin roZno proptsr rsAsiis seclis Uonoromsnblimio 6t tsrnoouo, guonclsm sutoin ... s. IVigberti oxtitit propriuo.Ausfallend ist es, daß der Verfasser, der in den Zeiten Ottos geschrieben zuhaben scheint, des Klosters nicht erwähnt. Ueber Herzog Ottos Verhältnis zuHersfeld, das aus einer Urkunde Konrads bekannt ist, s. Waitz S- 12 A. 1.Die Ansicht der älteren Ouedlinburgcr Lokalforscher, die Wigbertskirche sei im9. Jahrhundert von Haimo von Halbcrstadt gegründet, hat schon Erath S.957, dann F. Ranke S. 5 als unkritisch nachgewiesen. Dazu F. Ranke undKuglcr. Beschreibung und Geschichte der Schloßkirche zu Quedlinburg 1838S.'37 ff. 95 ff.

2) Otto schenkt am 13. Seht. 936 gnivyniä olorieis in scxlsin loco clo-inino oorviontibrw prin8 oonosssucn bsdniinus. 15. Juli 961, Lrstir S. 118t. 290 wird der oooleois 8 . Iscodi erwähnt als intoriuo in oorts conotitnts,wo Iisuä minu8 gusm 12 olorivi . . toto viotn 6t vestitu unterhalten wer-den sollen; dieselben Worte wiederholt Otto II. am 6. Aug. 961, 8t. 547 ; LrstkS. 12 datiert diese Urkunde vom 24. Juli, das sicherlich echte Original zuzu Berlin liest VIII.. XuK. Doch ist der letzte I radiert. Am 27. Juli964, Lrstü S. 13, 8t. 556 stellt Otto II. esnouieio in oubnrbio esotoilitzuiäslinZolrurA eine Urkunde ans. Xnn. 8sxo 968 ist es das Kloster sudbonoro osnctoruin Isoobi spostoli 6t Wigvcrti contLssoriü in ourt6 rogis.

^) Heinrich I. 22. April 922 (äsüo äipi. 2 8t. 4): ln vills quss clieitur(juitilingsbui-A; 7. und 8. April 923, 16. Sept. 929 (Non. Loio. XXVIII, 159.161; 4sM S. 5 8t. 6. 7. 23): loons, in der letzten Urkunde ouin oivitsti-bno; ferner 29. Jan. 946 Lrstü S. 5 8t. 131. 15. Juli 961 s. oben A. 2.13. Sept. 936 unterscheidet nrboin in HuiclilinAobui'A ouprs montein oon-struotsm, die elsrioi in soäem loeo und eine ourtio; 27 Juli 964 suvur-bium eastkUi s. ob. A. 2. Wiäulr. III, 75: locus. VViOuüiiicl. I, 41 :Oivitss czuso clieitur chuicUlingoduiA; ebenso Vits. snt. Nslitli. 12. 16.Xnn. chuscUinv. 941. 991. 995 u. s. f. Vits snt. Nsbtb. 12 IIivs. Vinst-insr. IV, 26 eivitss und urbs zugleich, an die er I, 10 doch wohl dachte, wenner von Quedlinburg schlechthin sagt gusm ipso s bunäsmento eoustruxit,was Waitz S. 99 A. 2 nur auf die Kirche bezieht; Xnn. bjuocli. 997:osstolluin. Daß die Burg und dann das Kloster auf dem Berge lag, erweisen dieUrk. 13. Sept. 936, 15. Juli 961 s. ob. scl inonsstoriuin in rnonto eon-struetum in Uonoro 8. 8orvstü und in inonto situin, ebenso Otto II. 6. Ang.961 s. ob. 13. Mai 974 Lrstb S. 16 8t. 626: rnonsstoriurn . . in (juicli-