Designation und Wahl Ottos 936.
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Eindrücke von Ottos Persönlichkeit stehen, oder die den Herrscher-wechsel bereits vom Standpunkte des erblich befestigten sächsischen Ge-schlechts betrachten, so müssen die Fürsten von der Nothwendigkeit dervorläufigen Anerkennung der Nachfolge überzeugt gewesen sein. „Inseinem Tode drohte der Sturz des ganzen Volkes, wenn die Königs-würde nicht einen so großen Vertreter gefunden hätte!" lautet Liud-prands Nachruf für Heinrich; Hrotsuith erkennt darin die Sicherungdes Reichs vor den Angriffen der Ruchlosen, und Thietmar läßt, frei-lich ein Jahrhundert später, den Wehruf erschallen über die Völker,deren Hoffnung nicht ans den nachfolgenden Sprößlingen der Herr-scher ruht; nach ihm werden die Fürsten in ihrer freien Wahl durchOttos vielversprechende Eigenschaften bestimmt?) Das setzt Erwä-gung voraus, aber offenbar war sie keinem Zweifel ausgesetzt, keinWiderspruch scheint laut geworden; dafür zeugt die vollendete That-sache. Nur so kann es Widukind gemeint haben, wenn er neben derDesignation ausdrücklich sagt: „Heinrich setzte Otto dem gesamtenReiche der Franken vor."2) Hätten die Fürsten ihre Zustimmungversagt, sie würden das Reich von Neuem in die schwersten Kämpfegestürzt haben; vielmehr müssen sie bindende Verpflichtungen ein-gegangen sein; das ist, wie derselbe Zeuge sagt, Heinrichs rechtsgiltigesTestament?)
Dennoch sollte die Uebertragung nicht ganz unangefochten bleiben;nur erhob sich der Widerspruch, wie es scheint, von der Seite, woman ihn am wenigsten erwartet hätte, im eigenen Geschlechts, un-mittelbar nach Heinrichs Tode.
Tie Designation setzte Einigkeit des herrschenden Hauses voraus,
1) lnuckprnnck. IV, 15: Imminsbnt snim, rsx prucksntissims, obituMo totius populi onsus, si tuntus rsgias ckipmimtis non subirst vioarius,und V, 24 himerläßt Heinrich die heilige Lanze dem Sohne onm reguo simulbsrsckitnrio. Urotsuitb. 27, S. 320: Xs post Hsnrici mortsm rsgis vsns-imnckH Imperium rsAni nnris surripsrsnt sosIsro8i,H soll bi rsAniis unti ctsgsrmins stirpisH rsxissent rsgnum ooneorcti pass pstsrnum. Vbistmar. I,10: luctotis nutsm reliotss postsritatis lristia prinoipum oorcka Inctiticntst ssrtos voluutnriss etsetionis bos teoit. Vs populis, «guibus rsAnnnckispss in subseouturn ciominornin sobots non rslinguitur, st intsr ss trrots.ckisssnsions et lonAS. sontsntions slchuock sonsilinni vst solameu eito non^irovickstur! 8i in oousrrnAuinitatis lins» alic>uis tnli okütio ckianus noninvsniatur, saltsm in nlin bsns mori^eintus omni octio prooul rsinoto»ssumatur, guis. maximn psrctisio sst niisnigenos rsAnnrs, bino ctepressiovsnit st libertutis mnAnn psriolitatio. II. proloK. sagt er von Otto: soliumoonosncksrnt incts patsrnum.
^Vickulr. I, 41 : Ipsnm vero Ockckonsm, czui mnximus st optimns kuit,trstribus st omni Vrnnoorum impsrio prasksoit. Imuckpinuck. IV, 15 ähn-lich: Hunntas tusrit prucksntias ^urrntaocius rsx Lsinrions soisntiao, binoprobari potsst, c^uock potissimum st reliAiosissimum nntorum suornm rs-Aem oonstituit.
b) tVickub. I, 41. Zur Erläuterung mag dienen, waS noch 1237 die WählerKonrads IV. schreiben in ihrer lipistobr (OsM II, 323): bnrsntuin InboribusIrnucknri lilios nostri nolnsrs mniores... . Lli^sntss ipsnm (Konrad) ibiclemin Romnnorum i-SASM ... ücis clatn sickern ckomino impsrntori saoramsutoürmavimns guock praslntum (I. n nobis in rexxsm slsetum, post mortsmprsnominnti pntris sni dominum et imperatorem nostrum bnbsbimus.