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dos arme Kind ein Opfer irgend einer Machination derKönigin Mutter geworden war, und daß er in Folge dieserMachination mit Herrn von Monff beinahe in dem Gast-Hanse znm Schönen Gestirne verhaftet worden wäre.
Ein Anderer als Heinrich hätte geschwiegen, denn erWürde cs nicht gewagt haben, etwas zu sagen ; aber Hein-rich berechnete Alles; er begriff, daß sein Stillschweigenihn verrathcn würde. Gewöhnlich verliert man auf dieseArt nicht einen seiner Diener, einen seiner Vertrauten,ohne sich nach ihm zu erkundigen, ohne nach ihn, zu for-schen, Heinrich erkundigte sich also, forschte also in Ge-genwart des Königs und sogar der Königin Mutter. Erfragte bei Jedermann nach Orthon, von der Schildwache,welche vor der Pforte des Louvre ans nnd abging, biszum Kapitän der Garden, der seinen Posten im Vorzim-mer des Königs hatte; aber alle seine Fragen nnd alleseine Schritte waren vergeblich, Heinrich schien jedoch sosehr von dieüm Ereignisse ergriffen und seinem armen ab-wesenden Diener dergestalt zugethan, daß er erklärte, erwürde ihn nicht eher ersetzen, als bis er die Gewißheiterlangt hätte, er wäre für immer verschwunden.
Das Vorummer war also leer, als sich Margarethebei Heinrich einfand.
So leicht auch die Tritte der Königin waren, sohörte sie Heinrich dennoch, und er rief, sich nmwendend;
,,Jhr, Madame!''
„Ja,'' erwiederte Margarethe, „lest geschwinde,"
Nnd sie reichte ihm das Papier cffen.
Es enthielt folgende Zeilen.
„Sire, der Augenblick, unfern Fluchtplan an Aus-führung zu bringen, ist gekommen. In fünf bis sechsTagen ist Beize die Seine entlang, von Saint-Germainbis Maiwnö, d. h. in der ganzen Ausdehnung des Waldes.
„Geht auf diese Jagd, obgleich cS eine Beize ist.Zieht unter Eurem Kleide ein gutes Panzerhemd an, gür-tet Euer bestes Schwert um, reitet das flinkste PferdEures Stalles;