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Er brannte vor Begierde, Heinrich zu finden, ummit ihm über Alles, was vvrgefallen war, zu sprechen.Aber er fand nur Cathali,in: Heinrich wich der Unter-redung aus, die Königin Mutter suchte sie.
Als der Herzog Katharina sah, untcrdrückre er raschseine Schmerzen und suchte zu lächeln. Minder glück-lich als Heinrich von Anjou, suchte er keine,Mutter inCalharina, sonder» einfach eine Verbündete. Er fing alsodamit an, das, er sich vor ihr.verstellte, denn um guteBündnisse zu schließen, muß man sich gegenseitig einwenig täuschen.
Alcpcwn redete Katharina mit einem Gesichte an,ans dem nur noch eine leichte Spur von Unruhe übrigwar.
„Nun, Madame," sagte er, „große Neuigkeiten,wißt Ihr sie?"
„Ich weiß, daß man einen König aus Euch zu ma-chen beabsichtigt."
„Das ist sehr gut von meinem Bruder, Madame."
„Nicht wahr?"
„Und ich bin beinahe versucht, )u glauben, daß icheinen Theil meiner Dankbarkeit auf Euch zu übertragenhabe; denn wäret Ihr cs, die ihm den Rath gegebenhat, mir einen Thron zu schenken, so habe ich diesenThron Euch zu danken, obgleich ich im Grunde gestehe,daß es mir peinlich gewesen ist, auf diese Art den Königvon Navarra zu berauben."
„Ihr liebt Henriot ungemein, wie es scheint, mein
Sohn?" , ,
„Ja, seit einiger Zeit stehen wir in inniger Ver-
bindung mit einander."
„Glaubt Ihr, daß er Euch eben so sehr liebt, alsIhr ihn liebt?"
„Ich hoffe es, Madame."
„Eine solche Freundschaft ist erbaulich, wißt Ihr,besonders unter Prinzen. Die Hoffreundschasten geltennicht für sehr fest, mein lieber Franz."