Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
287
Einzelbild herunterladen
 

287

in die Hand, der als Geländer diente, nnd sagte: „KommtSire."

Mitten ans der Treppe blieb Heinrich stille stehen.Er war zu einem Fenster gelangt. Dieses Fender gingnach dem Hofe des Gasthauses zum Schönen Gestirn.

Man sah auf der Treppe gegenüber Soldaten laufen,von denen die einen Schwerter, die andern Fackeln inder H»nd hatten.

Plötzlich erblickte der König von Navarra mitten ineiner Griwpe Herrn von Moich. ^ Er halte seinen Degenübergeben und ging ruhig hinab.

„Armer Junge," sprach Heinrich; „braves, ergebe-nes Herz!"

„Meiner Treue, Sire," sagte La Mole, Eure Ma-jestät wird bemerken, daß er sehr ruhig ausficht. Seht,er lacht sogar. Er muß einen guten Streich im Schildeführen, denn Ihr wißt, er lacht selten."

„Und der junge Mann, der bei Euch war?"

„Herr von Coeonnas?" sägte La Mole.

„Ja, Herr von Eoconnas, was ist ans ihm ge-worden ?"

,OH! Sire, über ihn bin ich durchaus nicht un-ruhig. Als er die Soldaten erblickte, sagte er mir nurein Wort:

„„Wagen wir etwas?""

„„Den Kopf,"" antwortete ich ihm.

„„Wirst Du Dich retten?""

,, „Ich hoffe es." "

„„Wohl, ich auch.""

„Und ich schwör- Euch, daß er sich retten wird,Sire. Faßt man Coeonnas, so stehe ich Euch dafür, daßes in seinen Kram taugt, sich fasten zu lassen."

„Dann geht Alles gut," versetzte Heinrich; „wirwollen den Louvre wieder zu erreichen suchen."

„Oh, mein Gott, nichts ist leichter: wir hüllenuns in unsere Mäntel und gehen hinaus. Die Straße