Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
278
Einzelbild herunterladen
 

278

La Mole war in dem uns bckaimien Saale undschrieb einen langen Liebesbrief; man weiß an wen.

EocvnuaS befand.sich mit La Huriörc in der Küche,sah zu, wie sich sechs Feldhühner drehten, und stritt mitseinem Freunde, dem Wirthe, bis ant welchen Grad dieHühner gebraten scyn mußten, daß man sie schiellicherWeise vom Spieße nehmen könnte.

In diesem Augenblick klapste Heinrich. Gregor öff-nete und führte das Pferd in den Stall, wahren« derReisende eintrat und dabei die Stiefeln auf dem Badenerschallen ließ, als wallte ssr seine steif gewordencn-Füßewieder erwärmen.

„He, Meister La Huriöre," sagte La Male unterdem Schreiben, „das ist ein Edelmann, der nach Euchverlangt."

La Huriöre schritt vor, maß Heinrich von dem Scheitelbis zu den gehen, und da ihm seinMantel von grobemTuche keine große Achtung einstößte, so sagte er zu demKönig:

„Wer >sevd Zhr?st

'„Mein Gott!" crwiederte Heinrich, ans La Male deu-tend, „dieser Herr hat es Euch gesagt, ich bin einEdelmann auS Gaseagne und stamme,nach Paris, um michbei Hase varzustellen."

„Was wollt Ihr?"

„Ein Zimmer und ein Abcndbrvd."

„Hm!" murmelte La Huriöre, „habt Ihr einen Lack-eien?"

Dies war wie man weiß die gewöhnliche Frage.

„Stein," antwortete Heinrich, „aber ich gedenke einenzu nehmen, sobald ich mein Glück gemacht habe» werde."

„Ich vcrmicthe lein Herrenzimmer ohne ein Be-dienteuznnmer," sagte La Huriöre.

„Selbst wenn ich mich erbiete, Euch für Euer Zim-mer und Euer Abendbrot) einen Rasenoble zu bezahlen,wonach wir morgen unser» Preis feststellen können ?"