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leise sprechend fort, daß sie selbst kaum das Geräuschihrer Worte hören konnte. „Ei, meiner Treue! das istnicht wein Fehler; es ist der seinige.- Warum hat diekleine Schlange das Bittet nicht dahin gelegt, wohin siecS legen sollte? Ich muß dieses Billet haben."
In diesem Augenblick trat Orthon ein.
Das Gesicht von Catharina. hatte ohne Zweifel ei-nen furchtbaren Ausdruck, denn der junge Mensch blieberbleichend auf der Schwelle stehen. Er war noch zujung, um sich vollkommen bemeistern zu können.
,,Madame/' sagte er, „Ihr habt mir die Ehre er-wiesen, mich zurückznrnfen. Worin kann ich Einer Ma-jestät dienen?"
Das Antlitz von Catharina hellte sich auf, alsob es ein Sonnenstrahl beleuchtet hätte.
..Ich habe Dich znrückensen lassen, Kind, weil DeinGesicht mir gefällt: dann habe ich Dir auch versprochen,mich mit Deinem Glücke zu beschäftigen, und will die-ses Versprechen ohne Verzug halten Man klagt unsKöniginnen der Vergeßlichkeit an. Unser Herz ist esnicht, wohl aber unser Geist, der von Heu Ereignissenförtgerisscn wird. Nun aber erinnerte ich mich, daß dieKönige das Geschick der Menschen in ihren Händenhaben, und rief Dich zurück. Komm', mein Kind, undfolge mir."
Herr von Nancey, der diese Scene im Ernste nahm,betrachtete das freundliche Wohlwollen von Catharinamit großem Erstaunen.
„Kannst Du reiten, Kleiner?" fragte Catharina.
„Ja, Madame."
„Dann komm, in mein Cabinet, ich will Dir eineBotschaft übertragen, die Du nach Saint-Germain zubringen hast"
„Ich stehe zu den Befehlen Eurer Majestät."
„Laßt ein Pferd für ihn bereit halten, Nancey."
Herr von Nancey verschwand.
„Komm', Kind," sagte Catharina.