Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
256
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voll unendlicher Zärtlichkeit auf Margarethe bei,gewißich bin nicht Schuld, daß ich Euch nicht früher sah."

Du siehst, Henriette," 'sprach Margarethe,daßich Dir Wort gehalten habe. Hier ist er!"

Ich habe also einzig und allein den Bitten derFrau Herzogin dieses Glück zu danken ?" sagte La Mole.

Einzig und allein ihren Bitten," antwortete Mar-garethe.

Dann sich gegen La Mole umwendend, fuhr sie fort:

La Mole, ich erlaube Euch, kein Wort von demzu glauben, was ich sage."

Coconnas, der seinen Freund zehnmal an das Herzgedrückt, zehnmal sich im Ringe um ihn gedreht hatte, dereinen Leuchter an sein Gesicht gehalten hatte, um ihn nachWohlgefallen zu betrachten, kniete nun'vor Margarethenieder und küßte den Saum ihres Kleides.

Oh! das ist ein Glück," sprach die Herzogin vonRevers.Ihr werdet mich nun erträglich finden."

Mordi! ich werde Euch finden , wie immer:anbetungswürdig; nur werde ich cs Euch von besseremHerzen sagen. Hätte ich nur etliche dreißig Polen, Sarma-ten und andere nordländische Barbaren hier, um sie zudem Geständnisse'zu zwingen, daß Ihr die Königin derSchönen seyd."

Ei. sachte, sachte, Coconnas," sprach La Mole, »wasist denn Frau Margarethe?"

Oh, ich widerrufe nicht," antwortete Coconnas miteinem halb ernste», halb komischen Tone, der nur ihmelgenthümlich war;Frau Henriette ist die Königin derSchönen, und Frau Margarethe ist die Schöne unterden Königinnen."

Was aber auch der Piemontese sagen oder thunmochte, er war nur von dem Glücke erfüllt, seinen liebenLa Mole wieder gefunden zu haben, er hatte nur Augenfür ihn.

Kommt, meine schöne Königin," sprach Frau vonRevers,kommt, und lassen wir diese vollkommenen Freunde