Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
254
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diese ganze Canaille folgte nnd gleichsam ans lneincnFersen brüllte, für einen Dieb halten konnte, so wandteich mich nm, nm sie in die Flucht zn schlagen, wodurchich etwas Zeit verlor. Während tiefer Zeit war derReiter verschwunden. Ich verfolge ihn, ich erkundigtemich, ich fragte, gab die Fa>be des Pferdes an; abervergebens, Niemand batte ihn gesehen. Endlich derSache müde, kam ich hieher."

Der Sache müde!" sprach die Herzogin, »wie aetigdas ist!»

»Hört, liebe Freundin,» versetzte Coeonnas, sichnachlässig in einen Lehnstuhl legend, »Ihr macht mirabermals Vorwürfe, in Beziehung ans diesen armenLa Mole. Ihr habt Unrecht, denn seht Ihr, die Freund-schaft. ... Ich wünschte wohl seine» Geist und seinWissen zn besitzen, ich fände am Ende eine Verglei-chung. um meinen Gedanken auszndrückcn. Die Freund-schaft, seht Ihr. ist ein Stern, während die Liebe...die Liebe,... nun, ich habe die Vergleichung,... dieLiebe ist nur eine Kerze. Ihr werdet nur sagen, esgäbe verschiedene Arten."

Von Liebe?

,,Nein, von Kerze», nnd es gebe darunter, welche denVorzug verdienen. Die Rosakerze z. B. ist die beste. Aberobgleich rosa, wird sie doch abgenutzt, wird sie doch ver-braucht, während der Stern beständig glänzt. Hierauswerdet Ihr mir antworten. wenn die Kerze verbrauchtsey, stecke man eine andere sin den Lenchter.»

verr von Coeonnas, Ihr send ei» Alberner."

Bah!" ''

»Herr von Coeonnas, Ihr seyd ein Frecher."

Bah., bah!»

»Herr von Coeonnas, Ihr seyd ein Unverschämter."

Madame, ich sage Euch, daß Ihr Schuld seyd,wenn ich La Mole noch dreimal mehr vermisse nnd be-klagen"

Ihr liebt mich nicht mehr."