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derJagellcnen, und während zwei polnische Herren de»Herzog von Anjou mit dem Königsmantel bekleideten,legte er diese Krone in die Hände von Karl.
Karl machte seinem Bruder ein Zeichen. DerHerzog von Anjou kniete vor ihm nieder, und Karldrückte ihm mit seinen eigenen Händen die Krone ausdas Haupt.
Hierauf wechselten die zwei Könige einen der ge-hässigsten Küsse, die sich je zwei Brüder gegeben haben.
Alsbald rief ein Herold:
„Rlerander Eduard Heinrich von Frankreich, Herzogvon Anjon, ist',zum König von Polen gekrönt worden.ES lebe der König von Polen!''
Die ganze Versammlung wiederholte einstimmig:
,.ES lebe der König von Polen!"
Dann wandte sich Lasco gegen die Königin von Na-varra. Die Rede der schönen Fü stin war bis zuletztaufbewabrt worden. Da dies als eine Galanterie zubetrachten war, die man ihr zngestanden hatte, um ibrenschönen Geist, wie man damals sagte, glänzen zu lassemso horchte Jedermann mit großer Aufmerksamkeit §ufdie Antwort, welche in lateinischer Sprache gegebenwerden sollte. Wir haben gesehen, daß Margarethe sics.lbst abgefaßt hatte.
Die Rede von LaSco war mehr eine Lobeserhebung,als eine Rede. Obgleich ganz und gar Sarmate, hatteer .sich doch der Bewundrung geiüat, welebe Alien dieschöne Königin von Navarra cinflößte. Seine SpracheOvid, seinen Stpl aber Ronsard entlehnend, sagte er,von Warschau mitten in der Nacht abreisend, hätten erund siine Gefährten den Weg nicht zu finden gewußt,wären ste nicht, wie die Könige aus dem Morgenlande,und sogar noch glücklicher als diese Könige, durch zweiSterne geleitet worden. Diese Sterne setzen immerglänzender erschienen, je mehr sie sich Frankreich gc-uäbert, und nun erkennen sie, daß es nichts Anderesgewesen, als die zwei schönen Augen der Königin von