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schwnndcn ist, ohne daß Zemand weiß, wohin er sichbegeben hat."
„Mordj!" rief der Piemontese abermals erblei-chend, „und wäre er in die Hölle gcrathen, ich werdeerfahren, wo er ist."
„Höre," sprach Alen^on, der, obwohl ans sehr ver-schiedenen Gründen, eben so begierig war, alsCoeonnas, zu erfahren, wo sich La Mole befand, „ichwerde Dir einen FreundeSrath geben."
- „Gebt ihn, Monseigneur," sprach Coeonnas, „gebtihn."
„Suche die Königin Margarethe auf, sie muß wis-sen, was aus dem, welchen Du beweinst, geworden ist."
„Ich habe, wenn ich es Eurer Hoheit gestehen soll,bereits daran gedacht; aber ich wagte es nicht, dennabgesehen davon, daß mir Frau Margarethe mehr im-ponirt, als ich sagen sollte, befürchtete ich, sie in Dlnä-nen zu finden. Da mich aber Eure Hoheit versichert,daß La Mole nicht todt ist, und daß Ihre Majestätwissen muß, wo er sich befindet, so will ich mein Herzin meine beiden Hände nehmen und sie aufsuchcn,"
„Gehe, mein Freund, gehe/' sprach der HerzogFranz, „und wenn Du etwas erfahren hast, theile esmir mit; denn ich bin in der Thal eben so unruhigals Du. .Nur erinnere Dich, Coeonnas, daß Du nichtin meinem Aufträge kommst; denn wenn Du diese lln-klngheit begehen würdest, konntest Du sehr leicht garnichts erfahren."
,,Monseigneur," erwiederte Coeonnas, ,,da mirEure Hoheit Geheimhaltung in diesen, Punkte aneuipfieblt,so werte ich stumm sepn, wie ein Fisch oder wie dieKönigin Mutter. Guter Prinz, vortrefflicher Prinz,großherziger Prinz!" murmelte Coeonnas, während ersich zur Königin von Navarra begab.
Margarethe erwartete Coeonnas, denn das Gerüchtvon seiner Verzweiflung war bereits zu ihr gedrungen,und als sie erfuhr, durch welche Thaten sich diese Ver»