„Hast Du iu di'e'er Nacht Deine Beobachtungen an-gestellt?" fragte-Eatharina. -
„Ja, Madame," erwlederie Nene, „und die Ant-wort der Gestirne hat mich bereits über die Vergangen-heit belehrt. Derjenige, für welchen Ihr mich befragt,hat, wie alle Ptrsonen, die unter dein Zeichen des Kreb-ses geboren sind, ein glühendes, beispiellos stolzes Herz.Er ist mächtig, er Kat beinahe ein -Biertelja-hrhiindertgelebt, der Himmel hat ihm bis jetzt Ruhm und Mich-thum verliehen. Ist es'-sv j-Mädaind?" '
„ES kann sepn,-" erwiederte- Eatharina.
„Habt Ihr die Haare und das- Blut?"
„Hier."
Und Eatharina übergab dem Mgromänten eine gefb-lichblonde Haarlocke und eine Phiole mit Blut.
Rene nahm die Phiole, schüttelte sie, um den Fa-serstoff und die wässerigen Theile gut ';», verbinden, ünvließ auf die glühende Platte einen großen Tropfen vondem Blute fallen, das sogleich kochte und sich--bald inphantastischen Zeichnungen aus der Fläche ausbptitet'e.'-„Oh, Madame," rief .Renk, .„ich sehet wie su'sichin furchtbaren Schmerzen trümnisp hält'Ihr,-->wiei erseufzt, wie er um Hülfe ruft? Gewahrt Ihn, wie Allesum ibu her Blut wird? Bemerkt--Ihr, -'wie'UM seinSterbebett her sich große Kämpfe-eittivimirn? Sbhü.Ahrdie Lanzen, seht Ihr die Schwerter?" :. .r' /-.mi„Wird es lange dauern?" frwgte Eatharina vorunsäglicher Aufregung' zitternd' und dis-Hand von Hein-rich von Anjou ergreifend, der sich in seiner glühendenNeugierde über die Ginkhpfanne beugt«.
Rena näherte sich dein Altar und sprach ein käbu-tistisches Gebet, wobei er Mit rinem Feucr und einerUeberzeugung zu Werke ging, daß die Adern seiner Schläfeaufschwolten, daß er' die prophetischen-Convulsioiien undNervenzucknngen bekam, von welchen die Pythien desAlterthums auf dem Dretfnße erfaßt und bis an ihrTodeSbett verfolgt wurden.