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„Meinen Kanzler, die Siegel, den Hof. . . . manlasse Alles dies kommen!"
^ Mit zarter Gewült legte die Amine den Kopf desKönigs aüf ihre'Schulter zurück und suchte ihn, rinihn wieder winzuschläfern , zu-lwidgcn, wie zur Zelt, daer noch ein Kind war.
„Mein, nein, Amine," sagte er, „ich werde nichtmehr schliifeii- Ruft meine Leute, Ich will diesen Mor-gen arbeiten." ' - '
" Wenn Karl so sprach, mußte man gehorchen, undselbst dlc Amme wagte es, trotz der Vorrechte, die ihrköniglicher Säugling ihr bewahrt , hatte, nicht, seinenBefehlen zuwider zu handeln. Man ließ diejenigen, welcheder König verlangtes kommen i und die Sitzung wurdelischt auf 'dim andern Tag, denn dies war unmöglich,sondern auf fünf Tage nachher änbe'raumt.
Zur verabredeten Stunde, das heißt um fünf Uhrbegäben' sich dir Königin Mutter und der Herzog vonAnjou zu Nenn, welcher, wie man weiß, von diesemBesuche unterrichtet. Alles zn der gcheimnißvvllen Zu-sammenkunft vorbereitet hatte!
In denn Zimiücr rechts. das heißt in dem für dieOpfer bestimmten Zimmer röthkle sich auf'eincm glühen-den Rechaud eine Stahlplntts! welche bestimmt war,dltrch ihre seltsamen Arabesken die Ereignisse des Schicksalsdärzukellcn, über das man daS Orakel um Rath fragte.Auf dem Altar lag das Zauberbuch, und Nene hattewährend .der Nacht, welche sehr hell gewesen war, denGang und die Stellung der Gestirne studiren können. ^
Heinrich von Anjou trat zuerst ein. Er hatte falscheHaare, eine Maske bedeckte sein Gesicht und ein großerNachtmantel umhüllte seine Gestalt. Seine Mutter kamnach ihm, und wenn sie nicht gewußt hätte, daß ihr Sohnihrer hier harrte', so würde sie ihn selbst nicht erkannthaben. Catharina nahm ihre Maske ab; der Herzogvon Anjou behielt im Gegentheil die seinige.