Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
223
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Endlich stand er auf und kündigte an, es wäreAlles bereit, nahm mit der einen Hand das noch zudrei Bicrtheiten volle Fläschchen, und mit der andern dieHaarlocke, hieß Katharina das Buch auf den Zufall ösf-^neu und ihren Blick auf die erste beste.Stelle fallen lassen,goß auf die Stahlplatte alles Blut und warf in dieGlutl,Pfanne alle. Haare, wobei er eine kabalistischePhrase bestehend aus Worten sprach, die er selbst nichtverstand.

Sogleich sahen der Herzog von Anfou und Katha-rina , wie sich auf dieser Platte eine Weiße Figur, ähn-lich der eines in sein Schweißtuch gehüllten beichnameS,ansbrcitete.

Eine andere Figur, wie es schien die einer Frau,neigte sich über die erste.

Zu gleicher Zeit entflammten sich die Haare, gabenaber nur einen Hellen, raschen, einer rolhcn Zunge ähn-lichen, Brand. ^

»Ein Jahr!" rief Neue, »kaum ein Jahr, unddieser Mensch wird todt sehn, und eine Frau wirdallein um ihn weinen. Doch nein, hier unten am Endeder Platte ist noch eine andere Frau, die ihn wie eilt.Kind in ihren Armen hält."

Katharina schaute ihren Sohn an, und schien ihn,obgleich sie Mutter war, zu fragen, wer wohl diesezwei Frauen wären? .

Aber Nene- hatte kaum geendigt, als die Stahl-vlatie wieder weisi»tvurde; Alles hatte sich allmählig ausderselben verwischt.

Katharina öffnete nun das Buch auf den Zufallund las mit einer ,Stimme, deren Bewegung sie trotzaller ihrer Selbstbeherrschung -nicht zu verbergen ver-mochte, folgenden Vers:

riiiiü « po>> eil I an roiloutait,klutüt, liop tüt, ui piueleuce isset-rit. *)

*) So starb derjenige, welchen man fürchtete, früher, zu trüb,wenn nicht Klugheit wäre.