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5/8 (1845)
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selbe Wirksamkeit baben. Sie fragte die Amme, yb derArzt ihrem Sohne nicht zur Abqx gelaff n, wie diesnach der Mcleung, die man ihr gemacht, hätte geschehensollen. Die Amme antwortete bejahend, denn es hatteein so starker Aderlaß stattgefnnden, daß Karl zweimalin Ohnmacht gefallen war.

Die Königin Mutter, welche einige medizinischeKenntnisse besaß, wie alle Fürstinnen jener Epoche, ver-langte das Blut zu sehen. Nichts war leichter, derArzt hatte befohlen , es aufzubewahren, um die Phäno-mene zu erforschen.

ES war in einem Wasserbechen in dem Cabinet ne-ben dem Zimn,er. Katharina ging hinein , um cs zuuntersuchen, und während sie eS untersuchte, füllte siemit der rothcn Flüssigkeit ein Fläschchen, daß sie zu. die-sem Behüte mitgebracht hatte. Dann kehrte sie zurück,verbarg jedoch in ihren Taschen ihre Finger, derenSpitzen die Entheiligung verriethen, welche sie begangenhatte.

Zn dem Augenblick, wo sie wieder auf der Schwelledes Cabinets erschien, öffnete Karl die Augen und wurdevon dem Anblick seiner Mutter berührt. Da erinnerteer sich, wie in Folge eines TzaumeS, aller seiner vonheftigem Zorne erfüllten Gedanken und rief:

Ah, Ihr schd es, Madame! Kündigt Eurem viel-geliebte» Sohne, Eurem-Heinrich von Anjou, an, dgßcs morgen geschehen soll."

Mein lieber Karl," sprach Cathgrina,an wel-chem Tage Ihr wollt. Beruhigt Euch und schlaft."

Karl, als fügte er sich diesem Rathe,,schloß, wirk-lich die Augen, und Catharina, die ihn gegeben hatte,wie man dies thut, um einen Kranken oder hin Kind zutrösten, verließ sein Gemach. Aber hinter ihr und so-bald er die Thüre schließen hörte, richtete sich Karl aufund sprach plötzlich mit einer von dem Anfälle, an wel-chem er noch litt, gepreßten Stimme: