Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
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Alenpon war im Gegcntheil sehr aufgebracht. DieAbneigung, die er immer gegen La Mole hegte, hatte sichin rem Augenblick in Haß verwandelt, wo er erfuhr, daßLa Mole von seiner Schwester geliebt wurde.

Margarethe war zugleich träumerisch und aufgeweckt.Sic hatte zugleich fick zu erinnern unv zn wachen.

Tie polnischen Abgeordneten hatten den Terf derRede»-geschickt, welche sie halten wollte».

Margarethe, mit der man von der Scene des vor-hergehenden AbcnvS nicht mehr gesprochen hatte, als obdiese Scene gar nicht vorgc>allcn wäre, las die Neben,nur außer Karl brachte Jeder zur Sprache, was cs ant-worten wurde. Karl ließ Margarethe antworten,wie es ihr beliebte. Er zeigte sich sehr schwierig in Be-ziehung auf die Wahl der Ausdrucke bei Alcn^on. TieRede von Heinrich von Anjon aber behandelte er mehrals böswillig, er tadelte und änderte daran mit hart-näckiger Leidenschaftlichkeit.

Ti se Sitzung, obgleich sie noch nichts zum Ausbruchbrachte, harte doch eine dumpfe Erbitterung der Geisterzur Folge. Heinrich der seine Rede beinahe ganz neu zumachen hatte, entfernte sich, um diese Arbeit vorznmhmen..Margarethe, welcher von-dem König von Navarra keineNachricht seit der zugekominen war, die er ihr znm Nach-theil ihrer Fensterscheibe gegeben hatte, kehrte in ilireWohnung zurück, in der Hoffnung, ihn dort erscheinen zusehen. Aleichvn, weicher das Zögern in den Augur seinesBruders Anjou gelesen und eure» Blick des Verständnisseszwischen ihm und seiner Mutter ertappt hatte, ging inseine Gemächer, um über das zn träumen, was er alseine entstehende Kabale betrachtete. Karl wollte in seineSchmiede gehen, um einen Spieß zu vollenden, den er sichselbst versenigte, als Catharina ihn zurückhiclt.

Karl vermuthete, er würde bei seiner Mutter irgendeine Opposition gegen seineri Willen finden, blieb stehen,schaute sie fest an und fragte sie:

Sinn, waö haben wir noch?"