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5/8 (1845)
Entstehung
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auf, als ob cs cm höherer Befehl erstickt hätte, undAlles versank in Stillschweigen und Finsterniß, dennsogar jener Schimmer, so schwach er auch war, schienabznnestmen.

Margarethe setzte ihren Weg fort, gerade der Ge-fahr entgegen, welche, wenn sie Vorständen war, stierihrer wartete. Sie war scheinbar rnstig, obgleich ihrekrampfhaft znsammengezogenkn Hände eine furchtbareNervenspannung andcntetcn. Wie sie näster kam, ver-doppelte sich das sinste're Stillschweigen, und ein Schat-ten, dem einer Hand ähnlich, verdunkelte den zittern-den, unsicher» Schimmer.

Als sie an den Scitengang des Corridors gelangte,machte plötzlich ein Mann zwei Schritte vorwärts, ent-hüllte einen Handleuchter von Bermcil, beleuchtete siedamit und rief:

Hier ist er!"

Mapgarethe stand ihrem Bruder Karl gegenüber.

Hinter ihm sah sic, eine seidene Schnur in derHand,den Herzog von Nlengon. Ganz im Hintergründe er-schienen neben einander zwei Schatten, ohne ein an-deres picht von sich zu geben, als das, welches dasbloße Schwert ausstrastite, das sie in derHand hielten.

Margarethe umfaßte das ganze Gemälde mit einemeinzigen Blicke. Sie rief ihre Entschlossenheit zu Hülfeund erwicderte, Karl znlächelnd: '

Ihr wollt sagen: hier ist sie! Sire "

Karl wich einen Schritt zurück. Die Andern bliebenunbeweglich.

Du, Margot," sagte er;und wohin gehst Du zudieser Stunde?"

Zn dieser Stunde," entgegnete Margarethe,istes denn so spät?"

Ich frage Dich, wohin Du gehst?"

Ich will ein Buch der Reden von Cicero holen,das ich, wie ich glaube, bei unserer Mutter gelassen habe."

Sv ohne picht?"