Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
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Diesen Andern, kennt Ihr ihn, meine Tochter?"fragte Catharina.

Nein, meine Mutter," crwiederte Margarethe mitunsicherer Stimme.

Seyd nicht halb vertraulich."

Ich wiederhole Euch, daß ich ihn nicht kenne,"antwortete Margarethe, nnwillkührlich erbleichend,

Gut, gut," sprach Catharina mit gleichgültigerMiene.Man wird sich erkundigen. Geht, meine Tochter,beruhigt Euch, Euerer Mutter wacht über Euere Ehre."

Margarethe entfernte sich.

Ah l" -Murmelte Caiharina,man schließt Bünd-nisse; Heinrich und Margarethe sind im Einverständniß;ist die Frau nur stumm, so ist der Mann auch blind.

Ah!, Ihr seyd sehr geschickt, meine Kinder, und haltetEuch für sehr stark; aber Euere Kraft besteht in EuererEinigkeit, und ich werde Euch nacheinander zu brechenwissen. Ilebcrdieß kommt ein Tag, wo Maurevel z»sprechen oder zu schreiben, einen Namen zn nennenoder sechs Buchstaben zn bilden im Stande ist, undan diesem Tage wird man Alles erfahren;,. . Ja, aberbis zn diesem T»ge wird der Schuldige in Sicherheitsehn. Das Beste'ist, sie sogleich zu entzweien."

In Folge dieses Schlusses kehrte Catharina in dieGemächer ihres Sohnes zurück, den sie in einer Unter- ,redung mit Alenxon begriffen fand.

Ah! ah!" sprach Karl, die Stirne faltend,Ihrseyd es, meine Mutter?" !

Warum habt Ihr nicht gesagt abermals? DasWort lag in Eurem Gedanken, Karl."

Was in meinem Gedanken liegt, gehört nur mir," !crwiederte Karl mit dem harten, groben Tone, den erzuweilen, selbst wenn er mit Catharina sprach , annahm;

was wollt Ihr von mir? sagt es geschwinde." s'

Ihr hattet Recht, mein Sohn," sprach Catharina hzu Karl,und Ihr, Alenxvn, hattet Unrecht."

Warum, Madame?" fragten die beiden Fürsten.