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„Dieß ist allerdings das Verbreche», dessen inanihn berüchtigt."
„Man beznchtigt ihn desselben mit Unrecht," ver-setzte Margarethe, „Herr de La Mole ist nicht schuldig."
„Herr de La Mole ist nicht schuldig!" rief Katha-rina mit einer freudigen Bewegung, denn sie glaubtezu crwathcn, daß ans dein, was Margarethe gesagt, ir-gend ein Licht hcrvorgehen würde.
„Nein," erwiedcrte Margarethe, „er ist nicht schul-dig , er kann es nicht scyn, denn er war nicht in denZimmern des Königs."
„Wo war er denn?"
„Bei mir, Madame."
„Bei Euch?"
„Ja, bei mir!"
Catharina war diesen, Geständniß einer Tochter vonFrankreich einen niederschmetternden Blick schuldig, abersie begnügte sich, ihre Hände über ihrem Gürtel zulreuzen.
„lind wenn man Herrn de La Mole verhaktet undbefragt. . ." sagte sie nach kurzen, Stillschweigen.
„Er wird sagen wo und mit wem er gewesen ist,meine Mutter," antwortete Margarethe, obgleich siedes Gegentheils gewiß war.
„Wenn die Sache sich so verhält, so habt IhrRecht, meine Tochter, man darf Herrn de La Molenicht verhaften."
Margarethe bebte: cs war ihr, als läge in derArt und Weise, wie ihre Mutter diese Worte anssprach,ein geheimnisivoller, furchtbarer Sinn: sie hatte jedochnichts zu sagen, denn das, nm was sie bat, war ihrbewilligt.
„Aber wenn Herr de La Mole nicht bei dem Königwar, so war ein Anderer dort?" sagte Catharina,
Margarethe schwieg.
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