Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
178
Einzelbild herunterladen
 

'178

Anjou, sein persönlicher Feind, Köniz von Frankreichwürde." ^ ,

Meine Mutter, der Grund, ans welchem Henrietmir das Leben geleitet hat, ist gleichgültig: cs bleibtaber eine Thatsache, daß er cS mir gerettet hat. lindTod und alle Teufel! ich will nicht, daß man ibm etwaszu Leide tlnit. Was Herrn de La Mole betrifft, sowerde ich micssinit meinem Bruder Alcn^on verständigen,dem er gehört."

Das war eine Entlassung, welche Karl IX. seinerMutter gab. Sie entfernte sich und suchte ihrem schwan-kenden Verdachte eine bestimmte Richtung zu geben. Herrde La Mole mit seiner gelingen Bedeutung entsprachihren Bedürfnissen nicht.

In ihre Gemächer znrückkehrcnd fand EatharinaMargarethe, welche ans sie wartete.

j,AH! ahlIbrseyd es/ sagte sie;meine Tochter,ich habe gestern Abend nach Euch geschickt."

,.Ich we ß cs, Madame; aber ich war ansgcgangen."

Und diesen Morgen?"

,,D esen Morgen, Madame, suchte ich Euch ans,um Eurer Majestät zu sagen, daß sie eine große Un-gerechtigkeit zu begehen im Begriffe sei."

Welche?"

Ihr wollt den Herrn Grafen de La Mole ver-haften lassen?"

Ihr täuscht Euch, meine Tochter, ich lasse Nie-mand verhaften, der König läßt verhaften und nicht ich."

Spielen wir nicht mit Worten, Madame, wenndie Umstände so ernster Natur sind. Nicht wahr, manwird Herrn de La Mole verhaften?"

Es ist wahrscheinlich."

Er wird beschuldigt, sich in der vergangenen Nachtim Zimmer des Königs von Navarra befunden, zweiLeibwachen gctödtct und Herrn von Manrevcl verwundetzu haben?"