Druckschrift 
5/8 (1845)
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Ja," sprach Catharina,und Seine Majestät hatteihn selbst unterzeichnet/'

,.Stand aber anch darin geschrieben, man solle,wenn man mich nicht fände, denjenigen verhaften, denman statt meiner finden würde?"

Nein/' erwiederte Cutharina.

,,Nnn wohl," versetzte Heinrich,wenn man nichtbeweist, daß ich conspirire nnd daß der Mensch, der inmeiner Wohnnng war, mit mir cvnspirirt, so ist dieserMensch unschuldig."

Dann sich gegen Karl IX. nmwendend, fnhr Hein-rich fort:

,,Eirc, ich verlasse den Louvre nicht. Ich bin sogarbereit, mich ans ein einfaches Wort Eurer Majestät'injedes Staats-Gefängniß zu begeben, welches dieselbezu bezeichnen belieben wird. Aber in Erwartung desBeweises vom Gegentheil habe ich das Recht, mich zunennen nnd werde mich nennen den treusten Diener,llnlcrthan nnd Bruder Eurer Majestät."

Und mit einer Würde, die man noch nie an ihmwahrgenommen hatte, verbeugte er sich vor Karl undging ab.

..Bravo, Henriot!" sprach Karl, als der König -von Navarra sich entfernt hatte.

.,.Bravo! weil er uns geschlagen hat?" versetzteCatharina.

..Undwarum sollte ich nichtBcifall klatschen? Wennwir mit einander fechten und er berührt mich, sage ichnicht anch Bravo? Meine Mutter, Ihr habt Unrecht,diesen Jungen zu verachten, wie Ihr dies thut."

Mein Sohn," entgegnete Catharina, Karl IX.die Hand drückend,ich verachte ihn nicht, ich fürchte ihn."

..Auch darin habt Ihr Unrecht: Henriot ist meinFreund, hätte er gegen mich conspirirt, so durfte er,wie er sagte, nur den Eber gewähren lassen."

,.Ja," sprach Catharina,damit der Herzog vonKönigin Margot. U. 12