Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
175
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Wollte,ich verlange sie von meinem guten Bruder-Karl, von meiner guten Mutter Catharina. Habe ichmich seit meiner Vermäblnng mit Margarethe nichtals guter Gälte benommen? man frage Margarethe;als guter Katholik? man frage meinen Beichtvater; alsguter Verwandter? man frage alle diejenigen, welchegestern der Jagd beiwohnten/'

Ja, das ist wahr, Henriot," sprach der König;aber dennoch behauptet man, Du conspirirest."

Gegen wen?"

Gegen mich."

Sire, würde ich gegen Euch conspirirt haben, sohätte ich nur die EreigniH- walten lassen dürfen, alsEuer Pferd, nachdem es den Schenkel gebrochen, sichnicht mehr erheben konnte, als der wüthcnde Eber aufEuere Majestät losstürzte."

Ei, Mord und Tenfcll Mutter, wißt Ihr, daß erRecht hat?"

Aber wer war heute Nacht bei Euch?"

Madame," erwicdcrte Heinrich,in einer Zeit,wo so Wenige für sich selbst zu stehe» wagen, werdeich nie für Andere stehen. Ich habe meine Wohnungum sieben Uhr Abends verlassen; um zehn Uhr hat michmein Schwager Karl mit sich genommen, und ich bindie ganze Nacht beständig mit ihm gewesen. Ich konntenicht zugleich bei Seiner Majestät seyn und wissen, wasin meinem Zimmer vorfiel."

Darum ist es nicht minder wahr," eutgegneteCatharina,daß ein Euch angehörendcr Mann zweiLeibwachen Seiner Majestät getödtet und Herrn vonMaurevel verwundet hat."

Ein »irr angehörender Mann!" riefHeinrich.Werwar dieser Mann, Madame? kennt Ihr ihn. . ."

Jedermann beschuldigt Herrn de La Mole."

Herr de La Mole gehört nicht mir, Madame.Herr de La Mole gehört dem Herzog von Alen?on, anden er durch Eure Tochter empfohlen worden ist."