Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
173
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unter ihrer mächtigen Hand gebogen, zum Ziele führen,obgleich er ihn davon zu eutferucn schien. Aus jedemZusammenstößen entspringt ein Geräusch oder ein Funke.Das Geräusch leitet, der Funke erleuchtet.

Der Herzog von Alencon trat ein: seine Unter-redung mit Heinrich hatte ihn auf dieses Zusammen-treffen vorbereitet, und er erschien daher ziemlich ruhig.

Seine Antworten waren äußerst genau. Von seinerMutter aufgefordcrt, in seinem Zimmer zu bleiben, wußteer durchaus nichts von den Ereignissen der Nacht. Erhatte nur, da seine Wohnung ans denselben Eorridorging, wie die des Königs von Navarra, zuerst ein Ge-räusch, wie das einer Thüre, welche eingestoßen wird,sodann Flüche und endlich Schüsse gehört. Dann ersthatte er seine Thnre etwas zu öffnen gewagt und einenMenschen in einem rothen Mantel fliehen sehen.

Karl und seine Mutter wechselten einen Blick.

In einem rothen Mantel?" fragte der König.

In einem rothen Mantel," antwortete der Herzog.

Und dieser rothe Mantel hat in Euch keinen Ver-dacht in Beziehung auf irgend eine Person erregt?"

.Alencon raffte alle seine Kräfte zusammen, umso natürlich als möglich zu lügen.

Ich muß Euerer Majestät gestehen," sagte er,beim ersten Anblick glaubte ich den kirschrotsten Mantelvon einem meiner Edellente zu erkennen."

.Und wie heißt dieser Edelmann?"

^Herr de La Mole."

Warum war Herr de.La Mole nicht bei Euch,wie es seine Pflicht heischte?"

Ich hatte ihm Urlaub gegeben."

ES ist gut, geht," sprach Karl.

Der Herzog von Nlen?cn ging nach der Thüre,durch welche er eingetreten war.

Nicht durch diese," rief Karl,durch jene." Under deutete mit dem Finger ans eine Thüre, welche znseiner Amme führte.