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„Nim?"
„Erwartet mich in Euer» Gemächern, mein Sohn,und ich will sehen, ob meine Befehle vollzogen sind."
Catharina.entfernte sich und Kurl blieb allein; erging zerstreut im Zimmer umher, pfiff eine Jagdmelodie,wobei er die eine Hand in seinem Waninise hatte, währender die anccre, welche seine Windhunde leckren, so oft erstehen blieb, an der Seite hcrabhängen ließ.
Heinrich hatte seinen Schwager sehr unrnhig per-laffen, und statt dem gewöhnlichen Corridor zn folgen,die wiederholt erwähnte kleine geheime Treppe gewählt,welche nach dem zweiten Stocke führte. Doch kaum hatteer vier Stufen erstiegen, als er bei der ersten Wendungeinen Schatten erblickte. Er blieb, die Hand an denDolch legend, stille stehen t aber bald erkannte er eineFrau, und eine reizende Stimme, deren Klang ihm sehrbekannt war, sagte, ihn berm Arm ergreifend:
„Gott sey gelobt, Ihr seyd unversehrt hier. Ichhatte gewaltig bange für Euch, aber Gott hat meinGebet erhört."
„Was ist den vorgefallen?"
„Ihr werdet cS erfahre», wenn Ihr in Eure Woh-nung zurnckkchrt. Beunruhigt Euch, nicht wegen Lr-thon, ich habe für ihn gesorgt."
Und die junge Frau eilte rasch hinab, an Heinrichvorüber, als ob sie ihm nur zufällig begegnet wäre.
„Das ist doch seltsam," sprach Heinrich zn sichselbst; „was ist denn geschehen? Was ist Orthon begegnet ?"
Die Frage konnte leider von Frau von Sanve nichtmehr gehört werden, denn sie war bereits ferne.
Oben an der Treppe sah Heinrich plötzlich einenzweiten Schalten erscheinen; aber diesmal war cs derSchatten eines Mannes.
„Stille! ^ sagte dteser.
„Ah! Ihr syd,es, Franz?"
„Nennt mich nicht bei meinem Namen."
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