Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
161
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ist

wahr? Ich habe gottloser Weise Euer kleines Vorhabenscheitern gemacht. Ei, Mord und Teufet! ich konnte dochden Mann, der mir knrz zuvor das Leben gerettet hat,nicht verhaften und in die Bastille fuhren lassen. Ichwollte mich eben so wenig mit Euch zanken, denn ichbin ein guter Sohn. Und dann," lugte er ganz leise bei,Gott straft die Kinder, welche sich mit ihrer Mutterzanken, dafür ist mein Bruder Franz II. ein Beleg;vergebt mir also offenherzig und gesteht hernach, daß derSpaß gut war."

Sire," sagte Catharina, »Euere Majestät täuschtsich; cs handelt sich nicht um einen Spaß."

Gewiß! gewiß! und der Teufel soll mich holen,Ihr werdet es am Ende selbst so ansehen."

Sire," Ihr habt durch Euern Fehler einen Planscheitern gemacht, der uns zu einer großen Entdeckungführen sollte."

»Bah! einen Plan. . . Sepd Ihr in Verlegenheitwegen eines gescheiterten Planes, Ihr, meine Mutter?Ihr macht zwanzig andere, und bei diesen verspreche ichEuch meme Unterstützung."

»Jetzt ist es zu spät, wolltet Ihr mich auch unter-stützen; denn er ist aufmerksam gemacht und wird aufseiner Hut seyn."

Znr Sache," sprach der König.Was habt Ihrgegen Henriot?"

Er conspirirt."

Ja, ich begreife; das ist Eure einzige Anschuldi-gung; aber conspirirt nicht alle Welt ein wenig in dieserreizenden königlichen Residenz, die man den Louvre nennt?"

Kr conspirirt aber mehr, als irgend Jemand, under ist um so gefährlicher, als es Niemand vermuthet."

Seht Ihr den Lorenzino!"

Hört." sprach Catharina, sich verdüsternd bei diesemNamen, der sie an eine der blutigsten Katastrophen derKönigin Margot. II, 11