V>e Rückkehr in den Louvre.
Als Catharina glaubte, Alles wäre in der Wohnungdes Königs von Navarra vorbei, man hätte die todtcnWacben weggetragen, Maurevel nach Hause gebracht unddie Teppiche abgewaschen, entließ sie ihre Frauen, dennes war um die Mitternachtsstunde, und sie gedachte zuschlafen. Aber die Erschütterung war zu heftig und dieTäuschung zu stark gewesen. Dieser verwünschte Hein-rich schien beständig Hinterhalten, gewöhnlich von mör-derischer Natur, entgehend, durch irgend eine unsichtbareMacht beschützt zu werden, welche Catharina hartnäckigden Zufall nannte, obgleich ihr eine Stimme im Grundeihres Herzens sagte, der wahre Name dieser Macht wäredas Geschick. Der Gedanke, daß das Gerücht von die-sem neuen Versuche, im Louvre und außerhalb desselbensich verbreitend, Heinrich und den Hugenotten noch eingrößeres Vertrauen zu der Zukunft verleihen würde,brachte sie außer sich und hätte ihr in diesem Augenblickder Zufall, gegen den sie kämpfte, unglücklicher Weiseihren Feind in die Hände geliefert, sie würde mit demkleinen storentinischcn Dolche, den sie in ihrem Gürtel trug,die dem König von Navarra so günstige Bestimmung desSchicksals vereitelt haben.
Die Stunden der Nacht, diese für den Wartendenund Wachenden so langsamen Stunden, schlugen einenach der andern, ohne daß Catharina das Auge zuschließen vermochte. Endlich bei Tagesanbruch stand sieauf, kleidete sich ganz allein an und ging nach den Ge-mäche n von Karl IX.
Die Garden, welche sie zu jeder Stunde des Tagesund der Nacht zu dem König kommen sahen, ließen sievorbei. Sie durchschritt das Vorzimmer und gelangte