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„Sinn, seitdem sie es weiß," erwiederte Karl mit ei-nem Scntzer, welcher bewies, daß ihm dieses blutige Kö-nigthum oft sehr drückend war, „seitdem sie es weiß, liebtsie mich immer noch;.. . urtheile also."
Der König näherte sich ganz sachte und hauchte aufdie blühende Wange der jungen Frau einen Kuß soleicht, wie die Biene auf eine Lilie.
Und dennoch erwachte die junge Frau.
„Karl " murmelte sie, die Augen öffnend.
,.Du siehst," sprach der König, „sie nennt mich Karl;die Königin sagt: Sire."
„Oh!" rief die junge Frau, „Ihr seyd nicht allein,mein König!"
„Nein, meine gute Marie. Ich wollte Dir einenandern König mitbringcn, der glücklicher ist, als ich, denner hat leine Krone; unglücklicher als ich, denn er besitztkeine Marie Tonchet. Gott gleicht Alles aus."
„Sire, cs ist der König von Navarra ?" fragte Marie.
„Er selbst, mein Kind. Komm' näher Hcnriot."
- Der König von Navarra näherte sich, Karl nahmseine rechte Hand.
„Schau' diese Hand an, Marie, es ist die Hand ei-nes guten Schwagers und redlichen Freundes. Ohnediese Hand, siehst Dn ..."
„Nun, Sire?"
„Nun, ohne diese Hand, Marie, hätte unser Kindheute keinen Vater mehr."
2N"rie stieß einen Schrei ans, fiel ans die Kniee, er-griff die Hand von Heinrich und küßte sie.
„Gut! Marie, gut!" sagte Karl.
„Und was habt Ihr gcthan, um ihm zu danken,Sire?"
„Ich habe Gleiches mit Gleichem vergolten."
Heinrich schaute Karl erstaunt an.
„Du wirst eines Tages erfahren, was ich damitsagen will. Mittlerweile komm und sieh."