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rakter seiner Phhnognomie sei ferne war, daß ihn Hein-rich nicht mehr erkannte.
„Henriot," sprach der König zu ihm. „ich sagteDir, als ich den Louvre verließ, ich verlasse die Halle;wenn ick> hier eintrete, trete ich in das Paradies ein."
„Sire," versetzte Heinrich, „ich bin glücklich, daßmich Eure Majestät würdig gefunden hat, mich dieReise nach dem Himmel mitniachen zu lassen."
„Der Weg ist schmalsagte der König, sich nacheiner kleinen Treppe wendend, „aber dieß ist nur derFall, damit nichts bei der Vergleichung fehlt."
„Und wer ist der Engel, der den Eingang EnreSEdens bewacht, Sire?"
„Du fällst eS sehen," erwiederte Karl IX.
Und er bedeutete Heinrich durch ein Zeichen, ermöge ihm Nachfolgen, stieß eine erste Thürc auf, sodanneine zweite und blieb auf der Schwelle stehen,
„Schaue/' sagte er.
Heinrich näherte sich und verharrte das Auge anseines der reizendsten Gemälde geheftet, die er je gesehenhatte.
Es war eine schlafende Frau von achtzehn bis neun-zehn Jahren, deren Kopf unten auf dem Bette eines ent-schlummerten Kindes ruhte, dessen zwei Füßchen sie mitihren Händen an die Lippen hielt, während ihre langenblonden Haare wie eine Goldwoge über ihre L-chulternherabfielcn. Man hätte glauben sollen, cs wäre ein Ge-mälde von Albano, die Jungfrau und das Jesuskind dar-stellend.
,,OH ! Sire," sagte der König von Navarra, „wer istdieses reizende Geschöpf?"
„Der Engel meines Paradieses, das einzige Wesen,das mich meinetwegen liebt."
Heinrich lächelte.
„Ja, meinetwegen," sprach Karl, „denn sie liebte mich,ehe sie wußte, daß ich König bin."