Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
146
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er »och Zeit gehabt hatte, die Riegel vvrzustoßen. DerHerzog benützte diesen Augenblick, n»d schleuderte, einewahre lebendige Katapulta, den Stein gegen die Thüre.Das Schloß flog ans und riß den Theil der Mauer, inwelchem es befestigt war, mit sich. Die Thüre öffnetesich, den Deutschen umwerfend, der während seines Fallesdurch einen furchtbaren Schrei die Garnison aufmerksammachte, welche ohne diesen Schrei ertappt zu werdenGefahr lief.

Gerade in diesem Augenblick übersetzte La Mole mitMargarethe eine Idylle von Theokrit, während Cocon-nas unter dem Vorwände, er wäre auch ein Grieche,viel Shracnser mit Henriette trank. Die wissenschaft-liche Unterhaltung und die bacchische Unterhaltung wur-den gewaltsam unterbrochen.

Die Kerzen auSlösche», die Fenster öffnen, auf denBalcon stürzen, vier Männer in der Duntclheit unter-scheiden, ihnen alles Wurfgeschoß, das sie in die Händebekamen, auf den Kopf schleudern und einen furchtbarenLärmen mit Schwertstreichen machen, welche nur dieMauer trafen, das war das Mittel, zu welchem i^ocon-naS und Mole unverzüglich griffen. Karl, der Wüthendste-wo» den Nngreifcnden, bekam eine silberne Wafferkanneauf die Schulter, der Herzog von Aniou ei»Becken voll voneiner Compote von Orangen und Cedra, und der Herzogvon Guise eine Wilrschwcinskeule. Heinrich bekam nichts.Er befragte ganz leise den Portier, den der Herzog vonGuise an die Thüre gebunden hatte, und der ihm mitseinem ewigen:Ich verstehe nicht" antwortete.

Die Frauen crmuihiglen die Belagerten und gabenihnen Wurfgeschosse, welche wie Hagel herabfieien.

Mord und Teufel!" rief Karl IX., als er ein Ta-bouret ans den Kopf bekam, das ihm den Hut bis aufdie Nase cindrückte,man öffne sogleich, oder ich lasseAlles da oben hängen."

Mein Bruder!" sagte Margarethe leise zu La Mole.Der König!" flüsterte dieser Henriette zu.Der-