Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
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Verzeiht, Sire," sagte der Herzog von Anjou;ichbitte Euere Majestät, eine Unachtsamkeit zu entschuldigen."

Bon Herzen gern," antwortete der König mitspöttischem Tone;aber wo« machtet Ihr denn in demHotel Conde, mein Bruder?"

Ei, mein Gott," versetzte der König von Navarra,mit seiner verschmitzten Miene,was Euere Majestätso eben sagte."

Und er flüsterte dem König etwas in das Ohr undschloß seine Rede mit einem schallenden Gelächter.

WaS ist denn das?" fragte hochmüthig der Herzogvon Guise; denn wie Jedermann an, Hofe hatte er dieGewohnheit angenommen, den König von Navarra auseine grobe Weise zu behandeln.Warum sollte ich meineSchwägerin nicht besuchen? Besucht der Herzog vonAlengon nicht auch die seinige?"

Heinrich errüthetc leicht.

Welche Schwägerin?" fragte Karl.Ich kennekeine andere Schwägerin von ihm! als Elisabeth."

Um Vergebung, Sire, ich hätte sagen sollen,seine Schwester Margarethe, welche wir vor einer hal-ben Stunde in einer Sänfte, begleitet von zwei Stutzern,von denen jeder an einem Schlage trabte, vorüberkom-nien sahen."

Wirklich!" sagte Karl.Was «rwiedert Jhr hierauf?"

Daß es der Königin von Navarra frei stehe, zugehen, wohin sie wolle; .... ich bezweifle jedoch, ob sieden Louvre verlassen habe."

Und ich weiß es gewiß," sprach der Herzog vonGuise.

Und ich auch," versetzte der Herzog von Anjou,und zum Beweise bemerke ich, daß sie in der Rne-Eloche-Percöe angehalten hat."

Euere Schwägerin, nicht diese," sagte Heinrichauf das Hotel Eondo deutend,sondein jene da unten,"und er gab seinem Finger die Richtung »ach dem HotelGuise,muß auch von der Partie seh», denn wir haben