Druckschrift 
5/8 (1845)
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XIV.

Die Nacht der Könige.

Karl IX. marschirte indessen neben Heinrich ansdessen Arni gelehnt: es folgten ihm seine vier Edel-lenke und zwei Fackelträger gingen voraus.

Verlasse ich den Louvre," sagte der arme König,so empfinde ich ein Vergnügen, dem ähnlich, wenn ichin einen schönen Wald trete: ich athme, ich lebe, ichbin frei."

Lächelnd crwicdcrte Heinrich:

Eure Majestät würde sich in meinen Gebirgen inBear» wohl befinden."

Ja, ich begreife, daß Dn Lust hast, dahin zurück-znkehren: faßt Dich aber das Verlangen gar zu stark,Hcnriot, so nimm Deine Vorsichtsmaßregeln, das ratheich Dir," fügte Karl lachend bei:denn meine MutterCatharina liebt Dich so sehr, daß sie Deiner durchausnicht entbehren kann."

Was wird Euere Majestät diesen Abend thun?"fragte Heinrich, von diesem gefährlichen Gespräche ab-lenkend.

Ich will Dich eine Bekanntschaft machen lassen,Henriot; Du sollst mir Deine Meinung sagen."

Ich stehe Euerer Majestät zu. Befehl."

Rechts! rechts! wir gehen in die Rne des BarreS."

Die zwei Könige hatten in Begleitung ihrer Es-corle die Rne de la Savonnerie durchschritten, als sieauf der Höhe des Hotel Conde zwei Männer in großeMäntel gehüllt aus einer Thüre herauskommen sahen,welche einer derselben geräuschlos wieder verschloß.

Oh! oh!" sagte der König zu Heinrich, der seinerGewohnheit gemäß ebenfalls schaute, aber ohne etwaszu sprechen;das verdient Beachtung."

Warum sagt Ihr das, Sire?" fragte der Königvon Navarra.